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Elektroauto News: Scharfe Kritik vom WWF am NPE-Bericht

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WWF kritisiert NPE-BerichtHarsche Kritik und klare Forderungen: Der WWF bezeichnet den Bericht der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ als „Farce“ und fordert eine ausgewogenere Besetzung des Gremiums. Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik und Mitglied des Gremiums, sagte, es handele sich „fast ausschließlich um ein Industriepapier“. Die Industrie habe sich ihre eigenen Subventionen ausgerechnet. Günther warnte davor, den Bericht zur Grundlage politischer Entscheidungen zu machen. Intern vorgetragene Kritik oder Vorschläge seien nie in den Bericht eingeflossen, so Günther.

Die Berechnungen zu den Kosten von Elektroautos hätten vorwiegend auf Basis eines industrieeigenen Modells erfolgt, das den Plattformteilnehmern nicht vollständig zugänglich war. Der WWF fürchtet, dass die Elektromobilität in Deutschland unter diesen Voraussetzungen einen schlechten Start hat und die gesellschaftliche Akzeptanz für die neue Technologie gering bleibt.

„Die Entstehung dieses Berichtes hatte kafkaeske Züge“, so Regine Günther. „Wir haben während des gesamten Prozesses Vorschläge eingebracht, die in jeder neuen Berichtsversion wieder fehlten.“ Symbolisch dafür sei, dass zur Übergabe des Berichtes an die Kanzlerin heute keine Vertreter der Zivilgesellschaft geladen seien. „Die Nationale Plattform Elektromobilität ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Zivilgesellschaft ausgeschlossen statt einbezogen wird.“

Die nationale Plattform wurde im Mai 2010 von der Bundesregierung eingesetzt, um Empfehlungen für die erfolgreiche und klimapolitisch sinnvolle Markteinführung von Elektrofahrzeugen zu erarbeiten. Die sieben Arbeitsgruppen der Plattform setzen sich zum überwiegenden Teil aus Vertretern der Automobil- und Energieindustrie zusammen, hinzu kommen wenige Vertreter aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

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% S Kommentare
  1. […] Eine Million Elektroautos wollen Bundesregierung und Autoindustrie bis 2020 auf die Straßen bringen. Ende 2010 waren es unter 3.000. Aber die Elektrowende verspricht 30.000 Jobs. Gestern bekam die Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) den zweiten Bericht zum Stand der Elektroauto-Entwicklung in Deutschland. Die NPE – ein Zusammenschluss von Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft – spricht der Bundesregierung darin Empfehlungen für ihre künftige Politik im Bereich Elektromobilität aus. Die NPE plädiert ganz deutlich für einen erhöhten finanziellen Einsatz der Regierung, um die Zielvorgabe “eine Million Elektroautos” zu erreichen. Kritiker haben Bedenken, dass es der Industrie weniger um die Umwelt gehe als um eine Finanzspritze fürs eigene Geschäft. So kritisiert auch der WWF den NPE-Bericht als Farce. […]

  2. […] in dem sich die beteiligen Industriezweige ihren Subventionsbedarf selbst errechnet haben”, so Günther. Und wenn die Autoindustrie Ansprüche stellt, zaudert die Bundesregierung nicht lange, wie einer […]

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