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Elektroauto News: Wie China ausländische Cleantech-Unternehmen anlockt

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Chinese BYD E6Während China beim Electric Vehicle Index von McKinsey und WirtschaftsWoche bereits im zweiten Quartal 2010 einen kräftigen Sprung von Platz 7 auf Platz 3 machte, bastelt die chinesische Regierung weiterhin unbeirrt an der künftigen Marktführerschaft in wichtigen Märkten der Elektromobilität. Jetzt haben sich 16 Staatskonzerne zu einer Allianz für Elektromobilität zusammengeschlossen, die in den kommenden Monaten bis 2012 mehr als 11,5 Milliarden Euro in Elektroautos investieren will. Eine Summe, die auch ausländische Autokonzerne wie Volkswagen hellhörig machen dürfte – und gezielt zum Ansiedeln von ausländischen Konzernen in China genutzt werden soll.

Die Ambitionen Chinas sind groß: Weltmarktführer bei der Produktion von Elektroautos will das asiatische Land werden. Am Besten nicht erst übermorgen, sondern schon in den nächsten Monaten – kann China die USA und Frankreich überholen? Die Allianz der 16 Staatskonzerne wird von der Kommission des Staatsrats für Kontrolle und Verwaltung des Staatsvermögens angeführt (SASAC) – zu den Teilnehmern gehören weiterhin die drei größten Ölfirmen, die beiden großen Stromnetzbetreiber oder die Autohersteller, die FAW Group und die Dongfeng Auto Corporation.

Ziel der neuen Vereinigung ist es, einheitliche Standards zu definieren und Forschung und Entwicklung von Fahrzeugen, Brennstoffzellen und Ladesysteme insgesamt voranzubringen. Erste Entwicklungen der staatlichen Initiativen sind bereits zu erkennen: So führte das Finanzministerium im Juni in fünf Städten Anreizsysteme ein, die den Kauf rein elektrisch betriebener Fahrzeuge mit 60.000 Yuan und die aufladbarer Hybridfahrzeuge mit 50.000 Yuan subventioniert. Gleichzeitig ist der aufstrebende Autobauer BYD dabei, erste Elektrofahrzeuge auf den europäischen Markt zu bringen. Die Limousine E6 steht als Kandidat bereit.

Mit dem Paradigmenwechsel hin zur Elektromobilität verbindet China ganz klare Umweltziele. So soll dem gigantischen Marktwachstum entgegen gewirkt werden und die Abhängigkeit von importiertem Öl möglichst reduziert werden. China möchte die Treibhausgasintensität bis 2020 um 40 bis 45 Prozent im Vergleich zum Niveau des Jahres 2005 reduzieren. Zudem sollen erneuerbare Energien bis dann 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs decken. Problematisch ist momentan noch, dass 75 Prozent der Stromerzeugung in China über Kohlekraft gedeckt werden.

In China sollen dieses Jahr 17 Millionen Autos verkauft werden – 30 Prozent mehr als 2009 – auch diese Wachstumszahl wird dafür sorgen, dass der chinesische Markt ausländische Autobauer wie Volkswagen und Daimler anziehen wird. Denn in einem dynamischen Wachstumsmarkt wie dem chinesischen, kann der Turnaround zu Elektromobilität schneller erfolgen als in einem eher gesättigten Markt wie dem deutschen. Zudem sind die politischen Rahmenbedingungen in China ungleich besser. Daher ist China auf dem Weg zur Weltmacht in Sachen Elektromobilität aus unserer Sicht nicht zu stoppen.

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