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Elektroauto News: Nissan legt hohes Tempo vor

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Nissan LeafBislang bergen Elektroautos einige Probleme: Insbesondere der Preis, der sich aufgrund der teuren Akkutechnologie ergibt, sorgt dafür, dass es noch keine Elektroautos in großen Stückzahlen auf den Straßen der Welt gibt. Nissan will das mit dem Nissan Leaf in den kommenden Monaten ändern – und hat jetzt mit relativ moderaten Verkaufspreisen für das Elektroauto Leaf in den USA überrascht.

Zusammen mit steuerlichen Vergünstigungen und teilweise bundesstaatlicher Hilfe (etwa Kalifornien), wird der Nissan Leaf plötzlich zu einer echten Alternative – zumindest als Auto im Stadtverkehr.

In den USA wird das Elektrofahrzeug nach Angaben von Spiegel Online 32.780 Dollar kosten – schon alleine dieser Preis liegt weit unter dem, was bislang üblich und vertretbar schien. Bezieht man mit ein, dass die USA einen Steuerrabatt in Höhe von 7.500 Dollar vergibt und gleichzeitig Bundesstaaten wie Kalifornieren noch einem 5.000 Dollar zuschießen, wird aus dem Preisproblemfall Elektroauto Nissan Leaf plötzlich ein echte und erschwingliche Alternative.

Das Resultat auf die preisbrecherischen Ankündigungen: Die Zahl der Vorreservierungen steigt in den USA rasant: Mehr als 2.700 Interessenten ließen sich nach Unternehmensangaben in den ersten drei Stunden nach der Ankündigung auf eine Warteliste setzen – was immerhin 99 Dollar kostet und damit als ernsthafte Interessenbekundung zu verstehen ist. Nach neun Tagen waren es nach Angaben der WirtschaftsWoche bereits mehr als 8.000 Menschen.

Der Nissan Leaf wird zunächst in einer Stückzahl von 50.000 in Japan gebaut – die ersten Auslieferungen werden Ende des Jahres erfolgen. Anschließend soll die weltweite Produktionskapazität schnell auf 250.000 und mehr hochgefahren werden.

Wann der Nissan Leaf nach Deutschland kommt ist indes unklar: Angesichts bislang fehlender Staatshilfen dürfte der US-Kampfpreis in Deutschland kaum haltbar sein – und bei einem dann zu erwartenden Preis von mehr als 30.000 Euro wird es der Nissan Leaf in Deutschland schwer haben, Akzeptanz zu finden.

Unterdessen arbeitet Nissan auch an einer eigenständigen Ladeinfrastruktur: Wie wattgehtab.de berichtet, wurden in Japan bereits die ersten 200 Schnell-Ladestationen installiert. Weitere 2.200 bei den Nissan-Händlern sollen folgen. Gespeist wird die Schnell-Ladestation mit Dreiphasen-Wechselstrom bei einer Spannung von 200 Volt und einer Leistung von 49 kW. Die Leaf-Batterie mit einer Kapazität von 24 kWh kann damit innerhalb von 30 Minuten fast vollständig aufgeladen werden.

Insgesamt ist es positiv zu werten, dass der amerikanische Markt inzwischen so „grün“ und offen geworden ist, dass ein nicht-amerikanisches Unternehmen mit einer Nicht-Spritschleuder einen kleinen Hype auslösen kann. Das zeigt den Wandel, den die USA derzeit bzw. schon in den letzten Jahren innerhalb der Gesellschaft und seit kurzem auch regierungsstaatlich begründet, durchleben. Haare in der Suppe lassen sich immer finden – diese sollen an dieser Stelle aber einmal ignoriert werden.

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% S Kommentare
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  2. Entropator sagt

    Eine Förderung in Deutschland gibt es m.E.n. nur aus einem Grund noch nicht: die Lobby. Schade. Das wird sich wohl erst dann ändern, wenn unsere ach so innovativen deutschen Autobauer endlich fertig sind, also in 5-10 Jahren. Bleibt eigentlich nur Konsumentenungehorsam und DIY – sei es beim Fahrzeugimport und beim Ladestellenbau.

  3. Elektromobilität: Bündnis 90/Die Grünen stellen konkrete Forderungen…

    Dieser Blogeintrag ist mir ein Trackback wert. Vielen Dank :-)…

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