Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Elektroautos können 2030 zwölf Millionen Tonnen Kohlendioxid sparen

0

E.ON-Analyse zeigt den CO2-Reduktionseffekt der E-Autos heute und von 8,5 Mio. Fahrzeugen auf deutschen Straßen in 2030.

Der Markt für Elektroautos boomt, das Elektroauto ist in seinem Siegeszug aufgrund mannigfaltiger Technologie- und entscheidender System-Vorteile längst nicht mehr aufzuhalten. Aber tragen Elektroautos heute auch schon zur Erreichung der Klimaziele bei? Ja, zeigt eine Analyse des Energieversorgers E.ON. Bis 2030 könnten E-Autos die Treibhausgas-Emissionen demnach um 12 Millionen Tonnen reduzieren. Voraussetzung: Bis dahin sind 8,5 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs, die Verbrenner ersetzen.

Die Elektroauto-Revolution verläuft nicht linear, sondern exponentiell. Experten wie Tony Seba oder Cathie Wood gehen in fünf Jahren bereits davon aus, dass weltweit mehr als 40 Millionen der neu zugelassenen Fahrzeuge Elektroantrieb haben. Das ist innerhalb von fünf Jahren eine Verzwanzigfachung – im vergangenen Jahren wurden rund zwei Millionen Elektroautos neu zugelassen.

Eine E.ON Analyse zeigt jetzt, welche Einsparung von Kohlendioxid damit nun möglich sein könnte: Der Energieversorger kommt bei 8,5 Millionen Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen in 2030 auf einen Reduktionseffekt von 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Für 2030 wurde dabei als konservative Annahme von 8,5 Millionen E-Autos ausgegangen. Fallen die Zulassungszahlen noch höher aus, erhöht sich auch der Beitrag zur CO2-Einsparung. Plug-in-Hybride wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Die Berechnung von E.ON geht von einem durchschnittlichen und gleichbleibenden Stromverbrauch eines Elektroautos von 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer aus. Für neue Verbrenner-Pkws wurde für 2020 mit durchschnittlichen CO2-Emissionen von 138 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer gerechnet, die sich bis 2030 auf knapp 127 Gramm reduzieren.

Angenommen wurde beim Szenario Ökostrom ein Ausstoß von 0 g CO2/km beim Betrieb der E-Fahrzeuge, beim Szenario „regulärer Strommix“ wurde mit dem Bundesemissionsdurchschnitt in CO2-Äquivalenten gerechnet. Es wurde eine Jahresfahrleistung von rund 12.000 Kilometern angenommen und zugrunde gelegt, dass die Inländerfahrleistung einem leicht abnehmenden linearen Trend folgt.

Wie viel Kohlendioxid sparen E-Autos heute?

Neben dem Zukunftsszenario ist auch die Analyse heutiger Einsparungseffekte von Elektroautos interessant. In diesem Szenario wird die Unterscheidung zwischen Aufladung per Strommix einerseits und mit reinem Ökostrom deutlich. In der Strommix-Variante liegt der Einspareffekt in 2020 bei 160.000 Tonnen – nimmt man die Verwendung von Ökostrom an, erhöht sich die Einsparung auf 330.000 Tonnen.

Angenommen wurde dafür, dass die Fahrzeuge mit Ökostrom geladen wurden und an ihrer Stelle entsprechend weniger neue Verbrenner-Pkw auf der Straße waren. Für den Bestand 2020 wurden die Daten das Kraftfahrtbundesamts zugrunde gelegt. Zudem wurde ein zunehmendes Wachstum der Neuzulassungen an reinen Elektroautos sowie die Erreichung des Zieles des Nationalen Energie- und Klimaplans (NECP) Deutschlands zum Bestand an Elektroautos 2030 angenommen.

Für dieses Jahr wird ein weiterer deutlicher Zuwachs der E-Autos in Deutschland erwartet. Damit dürfte die gesamte E-Auto-Flotte in Deutschland 2021 bereits rund 760.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu Verbrennern einsparen, wenn komplett mit Ökostrom geladen würde.

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.