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Volkswagen-Chef zu Elektroautos: „Es wird ein Marathon und kein Sprint“

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Auf der 17. Handelsblatt Jahrestagung „Die Automobil-Industrie“ äußerte sich vergangenen Woche der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Prof. Martin Winterkorn, zum Thema Elektroautos. Der Weg, so Prof. Winterkorn, hin zu einem alltagstauglichen, sicheren und bezahlbaren Elektroauto sei lang, aber machbar. „Es wird ein Marathon und kein Sprint.“ Die Branche stehe vor einem „fundamentalen Umbruch“ und einer „echten Zeienwende weg vom Öl, hin zu einer emissionsfreien Mobilität.“

Elektroautos News. Für das Jahr 2020 gbt es ja immer wieder Prognosen, wie viele Elektroautos auf den Straßen verkehren werden. Von bis zu fünf Millionen Fahrzeugen ist oft die Rede. Winterkorn rechnet mit einem globalen Marktanteil von 1,5 Prozent. VW selbst werde die neue Kleinwagenfamilie „New Small Family“ rund um den Up nutzen, um ab 2013 die ersten E-Fahrzeuge anzubieten. Langfristig ergäben sich große Chancen für das Elektroauto. „Es wird die Zukunft der individuellen Mobilität entscheidend prägen“, sagte Winterkorn. Spätestens in einem Jahrzehnt wolle Volkswagen „nennenswerte Stückzahlen“ von reinen Elektroautos zu bezahlbaren Preisen und mit ausreichend Reichweite anbieten. Der Kunde wolle „mit seinem Fahrzeug von München nach Hamburg kommen oder zumindest bis ins relativ nahe Österreich.“

Bedingungen für erfolgreiche Elektroautos stellt der Konzernchef auch gleich auf: Die Ladezeit dürfe nur ein oder zwei Stunden betragen, die Reichweite müssen stimmen und der Preis dürfe nur 2.000 Euro über dem eines Normalwagens liegen. VW arbeitet zusammen mit Sanyo, Toshiba und BYD an der Umsetzung der neuen Technologien auf Massentauglichkeit. Ungewohnt selbstkritische Töne gab es bei der KOnferenz auch noch: Die deutsche Autoindustrie seit zwar frühzeitig in Sachen Elektromobilität aktiv gewesen, habe aber dann nicht konsequent genug weitergearbeitet und er, Winterkorn, schließe Volkswagen dabei ausdrücklich mit ein. Ziel: „Deutschland muss bei der Elektromobilität wieder Technologieführer werden, insbesondere bei der Elektrochemie.“

An der Handelsblatt Jahrestagung hatten ungefähr 150 Personen teilgenommen. (mit Material von ad-hoc-news) – Lesen Sie auch: Elektroautos erobern Hollywood

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% S Kommentare
  1. Tobias K. (kfzversicherungsblog) sagt

    Ich schließe mich da meinem Vorredner an. Wir haben nicht mehr soviel zeit es sei denn wir wollen alle kollektiv auf Motorboote umsteigen. Und es geht hier nicht nur um uns in Deutschland – gerade die riesigen Wachstumsmärkte wie China sind was die CO2 Emissionen angeht eine Gefahr für die ganze Welt. Es gibt nur eine Lösung: Wir brauchen eine bezahlbare vortschrichtliche Technologie die im großen Stil weltweit zu Einsatz kommt, oder wir sehen bald echt nur noch duster…

  2. Ich denke nur das wir definitiv keine 20 Jahre mehr Zeit haben um das Ungleichgewicht in der Natur zu beheben. Wenn ich nur daran denke wie bei uns das Wetter spinnt. Das wird von Jahr zu Jahr deutlich schlimmer. Das müsste viel schneller gehen und dei Einschnitte müssten viel dramatischer sein, damit dieser „Trend E-Autos“ noch wirklich etwas bewirken kann.

  3. Simon sagt

    Ich denke ebenfalls, dass es völlig normal ist bis wir wirklich auf Elektroautos setzen können. Wenn wir es in den nächsten 20 Jahren schaffen sollten auf Elektroautos umzusteigen, wäre es doch ein gewaltiger Schritt für die Umwelt. Natürlich herrscht eine große Rohstoffknappheit, aber die Technik muss erstmal ausgereift und praxistauglich sein. Ich habe was das angeht auf jeden Fall vertrauen in die deutschen Automobilhersteller.

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