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Elektromobilität: Für wen sich welche Elektroautos heute schon rechnen

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SMILES AG ElektroautosDie steigenden Preise für Sprit sowie höhere Versicherungskosten ließen das vergangene Jahr – nach Angaben des ADAC – zum für Autofahrer teuersten Jahr aller Zeiten werden. Doch ähnlich wie bei den allgemeinen Energiepreisen für Privat- und Gewerbekunden ist auch bei den Spritpreisen kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Die Lösung kann aber der Sprung in die Elektromobilität sein – natürlich steigen auch hierbei die Preise (Stromkosten), aber die Verhältnisse sind völlig andere… Aufgrund der horrenden Batteriekosten lässt sich derzeit nur besonders effizienten Elektroautos wirklich Geld sparen. Nach welchen Kriterien rechnet sich also ein Elektrofahrzeug?

Ein rentables Elektroauto überzeugt durch besonders niedrige Energie- und Batteriekosten: 1,- bis 2,50 Euro Stromkosten für rund 100 Kilometer Fahrt sind bei effizienten Konstruktionen schon heute Realität. Dieser Richtwert schafft im Vergleich mit Verbrennungsmotor-Fahrzeugen einen klaren Mehrwert. Erzielt wird dieser durch konsequenten Leichtbau und modernste Antriebstechnik. Wirtschaftliche E-Fahrzeuge mit nur 20–60 % der Masse eines „normalen“ Pkw (aktuell durchschnittlich rund 1.300 kg) sparen Ressourcen im doppelten Sinne: Material bei der Herstellung und Energie beim Fahren.

Leichte Elektroautos wie zum Beispiel der speziell für den E-Antrieb entwickelt Tazzari ZERO mit seinen 542 kg benötigen deshalb nur einen kleinen E-Motor und wenige Batterien. Für eine Ladung tankt der in Italien produzierte Tazzari nur rund 12 kWh. Schwere und auf Elektroantrieb umgerüstete Stahlfahrzeuge ziehen meist zwischen 20 und 40 kWh aus dem Stromnetz. Das entspricht rund 4,- bis 7,- Euro und bietet somit keinen Vorteil zu Verbrenner-Kleinwagen.

Batteriekosten abhängig von Fahrzeugmasse

Hinzu kommt, dass die zu bewegende Fahrzeugmasse auch Vorgabe für die Größe des Batteriesatzes ist. Ein neuer Lithium-Batteriesatz für den Tazzari ZERO ist deshalb bereits für rund 3.500 Euro erhältlich. Die Wiederbeschaffung der meist groß dimensionierten und somit teuren Batterien für schwere Elektrofahrzeuge (8.000 – 25.000 Euro) lässt deren Rentabilität schwinden. Denn rechnet man diesen Posten auf die Betriebskosten um, steigen die Kilometerkosten für solche Elektromobile schnell auf das Niveau von Luxusfahrzeugen. Ein Kostenvorteil ist bei diesen E-Mobilen nicht mehr gegeben.

Für einen ganzheitlichen Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen müssen jedoch neben den Energie- und Batteriekosten auch die Anschaffungs-, Versicherungs- und Servicekosten sowie der Wertverlust berücksichtigt werden.

Bei einer Nutzungsdauer von 4 Jahren und einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometer ergeben sich zum Beispiel beim CityEL – dem wohl sparsamsten Serienfahrzeug der Welt – Kilometer-Gesamtkosten von nur 0,14 Euro. Bei größeren Elektrofahrzeugen wie dem REVA i oder dem Tazzari Zero sind es lediglich 0,24 Euro, bzw. 0,32 Euro. Selbst in der Anschaffung wesentlich preiswertere Kleinwagen mit Verbrennungsmotor kommen aufgrund höherer Betriebskosten (Kraftstoff/Versicherung) sowie durch deutlich höheren Wertverlust auf Kilometerkosten von 0,35 bis 0,40 Euro. Den Vergleich mit herkömmlichen Fahrzeugen brauchen – effiziente – E-Autos also sicher nicht zu scheuen.

Zudem sind so genannte on-purpose-E-Fahrzeuge (speziell für elektrischen Antrieb entwickelt) so konzipiert, dass sie eine Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren erreichen.

Karl Nestmeier, Vorstand der Smiles AG und seit rund 20 Jahren in Vertrieb und Herstellung von Elektrofahrzeugen aktiv, meint dazu:

„Wir behaupten zwar nicht, dass der CityEL wie ein Oldtimer immer wertvoller wird, aber sein Wertverlust bleibt über viele Jahre wesentlich geringer als bei einem konventionellen Pkw. Rechnen Sie den Anschaffungspreis auf die Lebensdauer um, liegt der jährliche Wertverlust sogar unter dem von vielen Motor-Rollern. Die Gebrauchtwagenpreise belegen dies.“

Innovative Pendler sparen heute schon täglich mit Elektrofahrzeugen

Elektromobilität funktioniert seit Jahren vor allem im Nahverkehrsbereich rund um Städte, wo öffentliche Verkehrsmittel nicht die nötige Flexibilität sichern. Zwischen 5 und 50 Kilometer einfache Strecke legen Pendler dort täglich auf ihrem Arbeitsweg zurück. Auch Einkaufs- und Kinderfahrten werden im Ländlichen oft schon mit dem Elektrofahrzeug als Zweitwagen bewältigt. (Die durchschnittliche Tagesfahrstrecke in Deutschland liegt allgemein bei 37 Kilometern).

Allerdings bringen die E-Fahrzeug-Besitzer ein wenig Toleranz bezüglich Fahrkomfort mit. Geräuschdämmung und Luxus sind in einem effizienten Elektrofahrzeug auf das Wesentliche reduziert. Doch dafür spart der Nutzer Geld, was wieder mehr Spielraum für die anderen Dinge des Lebens wie Urlaub und Gesundheit bietet. Wer heute beispielsweise auf einen CityEL oder Tazzari ZERO umsteigt, spart bis zu 60 % Kosten im Vergleich mit einem herkömmlichen Fahrzeug.

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