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Elektromobilität: Sicherheitshysterie nach Batteriebränden überzogen

Gastbeitrag nach den Batteriebränden zum Thema Sicherheit der Elektromobilität von Benjamin Lauszat.

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CleanTech & Elektromobilitäts News/ Leeds. Benjamin Lauszat hat an der Universität Heidelberg Soziologie und Englische Linguistik studiert. Nach Beendigung seines Studiums zog er nach Leeds und befasst sich im Auftrag von Leihwagenversicherung.de mit dem Thema Mobilität. In seinem Gastbeitrag befasst er sich mit der Sicherheitshysterie, die nach einzelnen Batteriebränden um das Thema Elektromobilität aufkam. Er persönlich schätzt die Risiken von Elektroautos genauso wenn nicht sogar geringer ein, als bei Benzinern oder Dieselfahrzeugen.

Im Zuge von drei brennenden Elektroautos des Herstellers Tesla in den USA und Mexiko im Herbst dieses Jahres, beschränkt sich das Medieninteresse beim Thema Elektromobilität derzeit auf die Akkumulatoren (Batterien) als Risikofaktoren. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die strombetriebenen Flitzer ihren Geschwistern mit Verbrennungsmotoren in puncto Sicherheit in nichts nachstehen.

Brandfall Nr. 1: Nicht auf Mängel am Fahrzeig zurückzuführen

Beim ersten Unfall bohrte sich im Bundesstaat Washington ein Metallteil in den Unterboden des Fahrzeuges, wobei die Batterie beschädigt wurde. Der Fahrer wurde vom Fahrzeug gebeten anzuhalten, woraufhin der Motor einige Minuten später Feuer fing. Dabei wurde der Fahrer jedoch nicht verletzt, da ihm Zeit genug blieb, von der Autobahn abzufahren und das Auto zu verlassen. Des Weiteren griffen die Flammen nicht auf den Insassenbereich über. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA fand bei ihrer Untersuchung heraus, dass der Brand nicht auf Mängel am Fahrzeug zurückzuführen ist.

Brand Nr. 2: Fahrer verlor Kontrolle

Wenig später ereignete sich der zweite Brand im mexikanischen Merida. Dabei verlor der Fahrer bei überhöhter Geschwindigkeit im Kreisverkehr die Kontrolle über das Fahrzeug, raste durch eine Mauer hindurch in einen Baum. Er blieb dabei unverletzt und verließ vor dem Eintreffen von Polizei und Rettungskräften den Unfallort. Auch hier schien das Fahrzeug den Fahrer vor größerem Übel bewahrt zu haben. Der Fahrer scheint zudem von der Sicherheit des Fahrzeugs so sehr überzeugt, dass er bereits ein neues Tesla Fahrzeug bestellt hat.

Brand Nr. 3: Fremdkörper auf der Fahrbahn

Im dritten Falle des Autos in Tennessee wurde die Batterie durch eine sich auf der Fahrbahn befindliche Anhängerkupplung eines LKWs beschädigt. Es ist wichtig zu verstehen, dass auch hier das Fahrzeug nicht unmittelbar (sondern erst nach ca. fünf Minuten) in Brand geriet. Außerdem berichtete der Fahrer, Dr. Shibayama, dass das Auto ihn gewarnt und ihn bewogen hatte, rechts ranzufahren. Dr. Shibayama führt weiterhin aus, dass die Türverriegelung während des Brandes noch funktionierte und dass er seine Papiere unversehrt nach Beendigung der Löscharbeiten aus dem Handschuhfach holen konnte. Auch er ist von der Sicherheit des Fahrzeuges überzeugt.

Video zum ADAC Crashtest des IMiEV von Mitsubishi

Das Ergebnis

Keiner der drei Fälle lässt sich laut Kraftfahrtbundesamt auf einen Herstellerfehler zurückführen. Auch in Test des ADAC wird bestätigt, dass von den Batterien von Elektroautos kein höheres Risiko als von Benzintanks ausgeht. Durch die Abschaltung des Hochvoltsystems bei Beschädigung der Akkus, seien Insassen, Passanten und Retter im Falle eines Unfalls verlässlich geschützt. Die Entzündung der Batterien waren somit unglückliche Einzelfälle, die auch bei einem Benzinfahrzeug zu einem Brand geführt hätten. Diese wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass in Deutschland alleine im letzten Jahr über 15.000 benzinbetriebene Fahrzeuge in Feuer fingen.
Weitere Informationen zu den Risiken von Elektroautos in Bezug auf Verkehrssicherheit inklusive „zu leises“ Fahren finden Sie hier.

Lesen Sie auch: Tesla-Auto rast in Feuerwehr-Fahrzeug

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