Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Elektroroller News: Elektroroller bestehen Praxistest von enercity

1 96

Die Stadtwerke Hannover engagieren unter ihrer Marke Enercity seit einiger Zeit verschiedene Testgruppen, um die Praxistauglichkeit von Elektrorollern wie dem E-Rex Roller, dem Tante Paula Ferdinand 3 oder dem Kumpan Electric zu überprüfen. Jetzt liegen die ersten Erfahrungsberichte der ersten Testgruppe vor, die enercity in einer Pressemitteilung veröffentlichte. Das Ergebnis: Elektroroller sind praxistauglich, machen Spaß und sind umweltfreundlich – und könnten einer der sauberen Sommer-Trends 2011 werden. Denn: Immer mehr Hersteller kommen mit qualitativ hochwertigen Produkten auf den Markt. Da ist für fast jeden Einsatzzweck ein Elektroroller dabei – egal, ob jemand damit zur Schule oder zur Ausbildung oder zur Arbeit pendelt, oder ein elegantes, sportliches Zweirad für den urbanen Verkehr sucht. In der ersten Testgruppe von enercity testeten sowohl Firmenvertreter als auch private Nutzer mehrere Elektroroller.

Elektroroller Praxistest enercity Stadtwerke HannoverElektroroller News / 25.2.2011. Über mehrere Wochen sammelte die erste Testgruppe Erfahrungen mit zehn enercity-Elektrorollern. Vertretene Firmen waren beispielsweise die Gundlach Bau GmbH oder die üstra AG, die den E-Roller mit mehreren Personen gemeinsam nutzten. Interessant: Das Fahren mit den E-Rollern zauberte den Testern meist ein Lächeln ins Gesicht.

Zwischenbericht zu den Erfahrungen der ersten Testgruppe

Alltagstauglichkeit und praktische Erfahrungen interessierten die Tester besonders. Viele wollten wissen, ob die Verfügbarkeit zuverlässig und die Technik ausgereift sind und ob der geringe Energieverbrauch tatsächlich zutrifft. Aber einfach nur zu spüren, wie sich Elektromobilität anfühlt („Look and feel“), war auch eine wichtige Motivation. Die Nicht-Zweiradfahrer unter den Testern wollten hingegen überhaupt mal das (E-)Rollern testen.

Die Mehrzahl der Tester brachte den E-Roller zum Laden zu einem eigenen Garagenplatz. Bei Innenstadtbewohnern wurde auch das Laden vor dem Haus oder im Hinterhof praktiziert (zum Beispiel durch Verlängerungskabel aus dem Kellerfenster). Die Firmennutzer hatten die Gelegenheit, auf dem Betriebsgelände zu laden. Die überwiegende Mehrheit der E-Roller-Tester lud ihren Roller alle zwei bis drei Tage oder sogar seltener. Lediglich die Firmennutzer luden jeden Tag und auch zwischendurch, da bei mehreren und häufigeren Nutzungen während eines Tages eine stets volle Ladung gewährleistet sein muss.

E-Roller: Verkehrswege und Tagesstrecken

Die E-Roller wurden etwas häufiger zum Pendeln auf dem Arbeitsweg als im Freizeitverkehr eingesetzt. Von den Firmen, die den Elektroroller mit mehreren Personen testeten (v.a. üstra und Gundlach-Bau), ist der E-Roller auch sehr häufig für – zum Teil längere – Dienstfahrten herangezogen worden. Die zurückgelegten Tagesstrecken wiesen insbesondere bei den Firmen eine große Bandbreite zwischen 5 und 25 Kilometer täglich auf. Die privaten Nutzer fuhren durchschnittlich 12 Kilometer. Lediglich ein Tester, der in Langenhagen wohnte, gab deutlich höhere Tagesstrecken für Fahrten nach Hannover an (arbeitet aber in Langenhagen). Die Gesamtlaufleistung der einzelnen E-Roller über den gut zehnwöchigen Testzeitraum betrachtet zeigte deutliche Unterschiede. Sie lag zwischen gut 200 und fast 900 Kilometern.

Positive Erfahrungen und Vorteile der Elektroroller

Am meisten gefiel den Testern das schadstoffarme und leise, fast geräuschlose Fahren („gerade auf ruhigen Strecken“). Sie genossen das einfache Aufsteigen und losfahren, ohne dass der Elektroantrieb weiter auffällt. Viele betonten die Dank der Elekroroller hervorragende Mobilität in der Stadt und dass sich so auch mal weitere Strecken schneller als mit dem Fahrrad und dennoch umweltfreundlich zurücklegen lassen. Als vorteilhaft wurde auch das günstige, einfache und bequeme Tanken gesehen. Die gute Beschleunigung und das spritzige Fahrverhalten der E-Roller bereiteten vielen Testern großen Spaß. Ebenso, dass Elektromobilität das rege Interesse anderer Verkehrsteilnehmer weckte.

Als Vorteil der E-Roller (wie beispielsweise dem E-REX Roller) wurde besonders häufig die dadurch ermöglichte emissionsfreie und kostengünstige Mobilität genannt. Es gab den Teilnehmern ein im Kern „gutes Gefühl“. Die Mehrheit der enercity-Tester bescheinigten dem E-Roller eine ausreichende Kilometerleistung mit einer Ladung. Er wurde als optimales Zweitfahrzeug gesehen, dass sich sehr gut und problemlos im Stadtverkehr nutzen ließ. Die E-Roller ermöglichten, das Auto öfter stehen zu lassen sowie bei längeren Strecken bequemer und schneller als mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Probleme im Verkehr und mit der Technik

Einige, insbesondere Firmennutzer nannten die fehlende Proportionalität bzw. Ungenauigkeit der Ladestandsanzeige gegen Ende der Füllmenge, was Unsicherheiten bezüglich der noch leistbaren Reichweite aufkommen ließ. Auch wurde von Firmennutzern das Zweiradoutfit mit Helm und Sicherheitskleidung bei Kundenbesuchen als unpassend eingestuft. Als ausdrücklich unangenehm oder negativ empfand fast keiner der Tester etwas, die positive Erfahrung herrschte vor. Die für Fußgänger ungewohnten lautlosen und doch schnellen Begegnungen führten hin und wieder zu „Schrecksekunden“ bei Begegnungen im Verkehr.

Mit der Nutzung der E-Roller selbst hatten die Tester keine Probleme. Die Technik war grundsätzlich zuverlässig. Ungenauigkeit der Ladeanzeige und nicht nachvollziehbare Anzeigen im Display fielen zwar auf, aber schränkten in kaum einem Fall die Fahrt ein. Einmal musste nach einer längeren Fahrt zur Steckdose geschoben werden. Auch kleinere Handhabungsmängel zum Lenkrad- und Gepäckfachschloss oder Probleme bei Verstauen des Ladekabels wurden hin und wieder angeführt.

enercity-Tester: Interesse an eigenem Elektroroller

Fast alle der enercity-Tester würden weiter Roller fahren und sich einen E-Roller beschaffen. Die Angaben zu Mehrkosten, die beim Kauf für ein Elektrofahrzeug akzeptabel wären, sind breit gestreut. Sie sind gleichmäßig verteilt auf bis zu 10, 20 oder auch 30 Prozent. Für alle, die im privaten Haushalt laden, wäre der Bezug von emissionsfreiem Ökostrom wichtig. Bei der Firmennutzung wurde dies aufgrund bestehender Bezugsverträge als schwierig gestaltbar eingeschätzt.

Im Jahr 2011 werden mindestens weitere 30 Personen in drei Wellen die Elektroroller testen. Die nächste Gruppe soll ab März 2011 rolle(r)n. Interessierte können sich unter www.enercity.de/emobility für die dritte und vierte Runde bewerben.

Weitere Informationen: Elektroroller News bei CleanThinking.de

Das könnte dir auch gefallen
1 Kommentar
  1. […] Lesen Sie auch: Elektroroller bestehen Praxistest […]

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More