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Windenergie gegen Atom-Lobby: Enercon bekommt Recht vor Gericht

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Klimaschuetzer unter sich Kampagne Atomforum
Beispielhaftes Anzeigenmotiv der Kampagne "Klimschuetzer unter sich"

Seit einigen Wochen läuft im Auftrag des Deutschen Atomforums in der Presse sowie öffentlichen Plakatanzeigen die Kampagne „Klimaschützer unter sich“. Gezeigt werden dabei Fotos von Windparks in der Nähe von Atomkraftwerken. Der Anzeigentext stellt Wind- und Atomenergie als technisch wie auch umweltpolitisch besonders vorteilhafte Partner auf dem Wege in eine nachhaltige Energiezukunft dar. Die ENERCON GmbH, Aurich, deren Windenergieanlagen in einer der insgesamt vier verschiedenen Anzeigen zusammen mit dem Kernkraftwerk Unterweser in einer Fotomontage gezeigt werden, hat sich nun erfolgreich gerichtlich gegen diese Gleichsetzung zur Wehr gesetzt:

Das Landgericht Berlin hat in einer einstweiligen Verfügung vom 7. Dezember 2010 (Az. 16 O 560/10) dem Deutschen Atomforum die weitere Verbreitung der Anzeige mit den Enercon-Windenergieanlagen ab sofort untersagt. Das Deutsche Atomforum nutze den guten Ruf Enercons in unlauterer Weise aus, so das Urteil der Richter. Der gute Ruf der Windenergie bei weiten Kreisen der Bevölkerung werde durch die Abbildung auf die Atomkraft übertragen – ein Vorgehen, gegen das sich der Windanlagenhersteller aus Aurich zu Recht wehre.

„Wir sehen Wind- und Kernkraftwerke keineswegs als miteinander harmonierende, klimafreundliche Stromerzeuger an“, erklärt ENERCON Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig. „Stattdessen wird durch die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken die Energienwende eher verzögert“.

Die länger am Stromnetz verbleibenden Atomkraftwerke sorgen u.a. dafür, dass das Netz länger als bisher geplant mit Atomstrom blockiert wird und somit den kontinuierlichen klimafreundlichen Ausbau der regenerativen Energien behindert.

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