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Energie News: "Kohlekraftwerke stehen dem Ausbau regenerativer Energien im Weg"

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Claudia_Kemfert_DIWProf. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hält nichts vom Neubau weiterer Kohlekraftwerke in Deutschland. Das sagte Kemfert in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Neue Kohlekraftwerke zementierten ein altes, auf Großtechnologien fokussiertes Energiesystem, seien ähnlich wie Kernkraftwerke schwer zu regeln und eigneten sich nicht für den Aufbau intelligenter Stromnetze. „Schon heute verdrängt fossiler und atomarer Strom regenerative Energien aus den Stromnetzen“, so Kemfert. Der Verdrängungsprozess werde mit dem von den großen Stromversorgern geplanten Neubau von Kohlekraftwerken noch zunehmen. Kemfert: „Wir brauchen neue Netze, um regenerativen Strom, nicht um Kohlestrom zu transportieren!“

Volkswirtschaftlich drohten milliardenschwere Investitionsruinen, sagte Kemfert. Der Preis, den die Konzerne für den Ausstoß von Kohlendioxid zu zahlen haben, sei zu niedrig. Allerdings werde sich dies ab 2013 ändern. „Ob sich die Kohlekraftwerke dann noch wirklich rechnen, erscheint mir allerdings fraglich“, so Kemfert.

Als Lösung sieht Kemfert durchaus das Setzen auf Gaskraftwerke, die flexibler seien und ideal zusammen mit regenerativen Energien betrieben werden könnten. Allerdings müsse der verkrustete Markt gelockert werden: Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt, eigentlich müsste Gas aber deutlich billiger sein. Würde die Bindung gelockert, würden Gaskraftwerke erheblich attraktiver.

Kohle ist ein Auslaufmodell

Das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2050 auf 80 Prozent zu bringen, hält Claudia Kemfert für realistisch. Neue Kohlekraftwerke stünden dem aber im Weg, sagte sie. „Für ein modernes regeneratives und intelligentes Energiesystem ist die Kohle ein Auslaufmodell.“

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