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Energieforscher Rau: Schwimmender Solarpark im Tagebau Hambach absolut realisierbar

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Wissenschaftler Prof. Rau, Forschungszentrum Jülich, stellt sich hinter Cleantech-Unternehmen Meyer Burger und die Vision, aus dem Braunkohletagebau Hambach einen gigantischen Solarpark zu machen.

Während Klimaaktivisten mit Mahnwachen am Braunkohletagebau Hambach protestieren, hat das Schweizer Cleantech-Unternehmen Meyer Burger erfolgreich eine Debatte angestoßen. Der Tagebau Hambach könnte in Zukunft ein gigantischer, schwimmender Solarpark werden. Jetzt pflichtet Prof. Uwe Rau vom Forschungszentrum Jülich bei: Er hält das Projekt absolut für realisierbar.

Prof. Rau ist Direktor des Instituts für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich, das ausschließlich von Bund und Land NRW finanziert wird. Rau gilt bundesweit als einer führenden Wissenschaftler im Bereich der Erneuerbaren Energien. Er hält das Konzept von Meyer Burger, über das Cleanthinking.de berichtet hatte, für „perfekt für die Region“ – und sieht darin ein Vorbild für Dutzende weitere Projekte in Europa.

In zehn Jahren werden die Visionen von Meyer Burger bundesweiter Standard sein.

Prof. Rau, Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich

Einen Vorteil sieht Rau unter anderem darin, dass vorhandene Stromübertragungsleitungen aufgrund der naheliegenden Kraftwerke bereits vorhanden seien und genutzt werden könnten. Außerdem hält er es aufgrund des zu erwartenden Technologiesprungs in der Photovoltaik und dem zunehmenden Automatisierungsgrad in der Herstellung von Solarmodulen für sehr realistisch, Solarmodule künftig wieder verstärkt in Deutschland herzustellen. Da Lohnkosten eine immer kleinere Rolle spielten und Transportkosten vermieden werden könnten.

Die Corona-Krise hat verdeutlicht, dass die total Globalisierung in Krisenzeiten ein großer Nachteil sein kann. Daher wird unter Experten davon ausgegangen, dass es einen Trend zu Glokalisierung geben wird – Grüner Stahl soll etwa in Europa produziert werden, wesentliche Medikamente dürften ebenfalls in Zukunft nicht mehr alleine in Asien hergestellt werden – die großen Unternehmen haben durch den Fokus auf CO2-Emissionen ohnehin begonnen, Lieferketten zu optimieren.

Das Forschungszentrum Jülich grenzt an den Tagebau Hambach an, in dem Meyer Burger die Errichtung eines schwimmenden Solarparks für die Zeit nach dem Kohleausstieg und der anschließenden Flutung vorschlägt. Der Park soll eine installierte Leistung von rund 10 Gigawatt haben und jährlich im Schnitt etwa 12.000 Gigawattstunden produzieren. Mehr Informationen gibt es im Interview von Radio Rur mit Prof. Rau.

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