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Energie-Gemeinde Lupburg: Energiepflanzen, Pellets und Photovoltaik

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Burg LupburgDie bayerische Gemeinde Lupburg entwickelt sich zur Energiegemeinde. Der Ort zwischen Neumarkt und Regensburg zeichnet sich besonders durch engagierte Bürger aus, die mit Pellets, Energiepflanzen und Photovoltaik kräftig Öl einsparen: 1.080 Kilowatt Biomasse ersetzen Öl im Wert von rund 150.000 Euro. Damit ist Lupburg durchaus ein gutes Beispiel dafür, dass bürgerschaftliches Engagement dazu führen kann, Klimaschutz in der regionalen Energieversorgung zu leben. Welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren in Lupburg umgesetzt wurden, lesen Sie bei Cleanthinking.de.

Hackschnitzelheizung: Im Herbst 2010 installierte man im Ortszentrum eine 300 Kilowatt Gachscnitzelheizung von Gilles aus Österreich. Damit werden 11 Häuser – inklusive Rathaus – beheizt. Betrieben wird das Projekt vom Maria und Franz Ehrensberger, die Inhaber der gleichnamigen Heizungsbaufirma sind. Die Hackschnitzel kommen aus dem Ortsteil Pöfersdorf (Großhändler Naturalis Energiesysteme). Abgerundet wird diese regenerative Anlage durch eine 40 Quadratmeter große Solaranlage, welche im Sommer das von den 11 Häusern benötigte Warmwasser produziert. Verteilt auf 19 Kessel sind nun alleine in Lupburg mittlerweile 1080 Kilowatt Klimaschutz aus Österreich installiert.

Energieholzplantage für Energiepflanzen

Energieholzplantage: Der Brennstoff der Energieholzplantage wird auch in Lupburg erzeugt – Landwirt Dietmar Gabler pflanzt seit 2007 2 Hektar Pappeln zur Hackgutgewinnung. Inzwischen ist Gabler sogar zum Experte für Energiepflanzen avanciert. Obwohl die Energiepflanzenprämie der EU 1009 eingestellt wurde, halten die Bewohner an ihrer Energieholzplantage sowie dem Pappel-Anbau fest.

Biomasseheizung für die Burg: Die Burg wird mit Pellets mit einer Gilles Biomasseheizung beheizt. Bereits den zweiten Winter beheizt der Pelletkessel frisch wieder fertig gestellten Südflügel. Der Westflügel wurde bereits aufgebaut, und wird im kommenden Sommer an das Wärmenetz angeschlossen. Zwei große Pufferspeicher mit jeweils 1350 Liter sorgen dafür, dass der Kessel nicht ständig läuft, und die Anlage somit auch besonders wirtschaftlich betrieben werden kann.

Kräftig Öl und CO2 einsparen

Somit sind in dem Ort mittlerweile 1080 Kilowatt Klimaschutz und regionale Wertschöpfung installiert. Mit dieser Leistung werden jährlich umgerechnet ca. 200.000 Liter Öl im Wert von etwa 150.000 € durch einheimische Hackschnitzel und Pellets ersetzt. Dies ist nicht nur ein regionaler und wirtschaftlicher Faktor, es werden damit auch der Umwelt jährlich 540 Tonnen Kohlendioxid (CO2) erspart. Übrigens deckt Lupburg mittlerweile auch 15 Prozent seines Strombedarfs durch Photovoltaik-Anlagen und Wasserkraftwerke selbst ab.

Die kleine Gemeinde Lupburg ist also ein hervorragendes Beispiel, wie viele kleine klimarelevante Maßnahmen in den Bereichen Heizen und Strom in der Summe viel CO2 sparen können.

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