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Energiespeicher: Adiabater Druckluftspeicher erreicht nächste Phase (ADELE-ING)

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Eines der ungelösten Probleme der Energiewende in Deutschland: Wie kann die schwankende Einspeisung von Wind- und Solarstrom technisch sicher und bezahlbar ausgeglichen bzw. gespeichert werden? Die Brisanz der Thematik hat auch die Bundesregierung längst erkannt und daher unter anderem die Förderinitiative Energiespeicher ausgelobt, die 60 Projekte rund um die Thematik Energiespeicher fördert. Diese Projekte gehen nun Schritt für Schritt an den Start (Beispiel: hier). Das Entwicklungprojekt ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung) ist Teil dieser Förderinitiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Entwickelt wurde es von RWE Power zusammen mit General Electric (GE), Züblin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Im Fokus der Anstrengungen steht eine Technik, mit der Strom sicher, effizient und über mehrere Tage gespeichert werden soll. Bereits 2010 hatten die Arbeiten für ADELE begonnen. Jetzt startet das Anschlussprojekt ADELE-ING.

CleanTech & Energiespeicher News/ Köln. Das Ziel des Anschlussprojektes ADELE-ING ist es, das bisherige Anlagenkonzept von ADELE im Hinblick auf die sich ändernden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen – insbesondere durch die Energiewende – weiter zu entwickeln. Hierzu wird die bisherige Kooperation um folgende Partner erweitert: TÜV SÜD Industrie Service, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik Ilmenau (IOSB-AST) und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission. Ein Schwerpunkt soll es sein, mit dem speziellen Wissen und können der jeweiligen Partner die Wettbewerbsaussichten adiabater Druckluftspeicher im zukünftigen Stromversorgungssystem zu untersuchen und zu verbessern. Eine Herausforderung. Denn: Abgesehen von bestehenden Pumpspeicherwerken haben derzeit alle Speichertechnologien mit der Wirtschaftlichkeit zu kämpfen.

Funktionsweise eines ADELE

Mit einem Adiabaten Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung (ADELE) könnte zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimiert und die dabei entstehende Wärme in einem Wärmespeicher zwischengespeichert werden. Die Luft wird unter Druck in einer unterirdischen Kaverne gespeichert. Bei hohem Strombedarf könne diese Druckluft unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden.  Große zentrale adiabate Druckluftspeicher sowie dezentrale Druckluftspeicher mit Konzepten zur Nutzung von Kompressionswärme wurden im Rahmen der Förderinitiative Energiespeicher als vorrangig zu entwickelnde Technologielinie eingestuft.

Projektphasen

In einer ersten einjährigen Phase gilt es, die Konzeptarbeiten soweit voran zu treiben, dass bei gegebener wirtschaftlicher Perspektive im weiteren Verlauf eine detailliertere technische Planung für eine erste beabsichtigte Demonstrationsanlage am RWE-Standort Staßfurt aufgenommen werden kann. Insgesamt ist für ADELE-ING eine Projektlaufzeit von 3,5 Jahren bei einem Gesamtbudget von rund 40 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Projekt sollen die Voraussetzungen und Grundlagen erarbeitet werden, um anschließend eine Investitionsentscheidung treffen zu können.

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