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Energiewende: Allianz und Munich Re sollen den Netzausbau finanzieren

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Die Energiewende hat ein Problem. Ein Finanzierungsproblem. Denn einem der vier Übertragungsnetzbetreiber TenneT gelingt es derzeit nicht, die notwendigen 15 Milliarden Euro in sein Stromnetz zu investieren. Kritik an TenneT wird immer lauter. Doch noch hält die Bundesregierung öffentlich die Hand schützend über den Übertragungsnetzbetreiber. Doch das Handelsblatt hat nun erfahren, das längst an einem Plan B gefeilt wird: Die Versicherungskonzerne Munich Re und Allianz können sich die Übernahme der Netze der Tennet vorstellen – laut Handelsblatt kommt TenneT in künftigen Szenarien nicht mehr vor, Munich Re und Allianz hingegen schon…

Energiewende: Allianz und Munich Re sollen den Netzausbau finanzieren
Seeverlegung – Vom Strand auf Norderney wird das Kabel mit dem bereits in die Leerrohre eingezogenen Kabel an Land verbunden. (Quelle: TenneT)

Cleantech, Energiewende News / München, Berlin. Wie das Handelsblatt heute unter Berufung auf „Verhandlungskreise“ berichtet, haben die Versicherungskonzerne großes Interesse an einer Übernahme der Netze von TenneT. Der Grund ist einfach: die Regierung garantiert für den Netzausbau Zinsen von 9,05 Prozent (Eigenkapitalverzinsung). Das kommt den Versicherungskonzernen in einer Zeit der Niedrigzinspolitik weltweit gerade recht. Die Milliarden-Investitionen in Strom- und Gasnetze sind kein Problem für die Konzerne. Somit könnte die Energiewende das entscheidende Szenario für Allianz und Munich Re sein: Es könnte ihnen gelingen, die versprochenen Renditen auch wirklich zu erzielen.

Munich Re auch an Amprion beteiligt

Dr. Thomas Blunck von Munich Re hatte zuletzt Infrastruktur-Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro im Zuge der Energiewende angekündigt. Dieses Budget dürfte nun nicht mehr ausreichen, sondern erheblich aufgestockt werden. Das Unternehmen ist bereits am Übertragungsnetzbetreiber Amprion beteiligt.

Voraussetzung für die tatsächliche Bereitschaft, in den Netzausbau zu investieren, ist allerdings die Klärung der Haftungsfrage. Hier arbeitet die Regierung weiterhin an Lösungen, um auch diesen Aspekt aus der Welt zu räumen. Dabei solle ein Teil der Risiken auf die Stromkunden abgewälzt werden – wie so oft in der jetzigen Zeit, würden dann wieder die Verbraucher bezahlen müssen, falls die Netzanbindung eines Offshore-Windparks nicht rechzeitig fertig würde, der Park aber bereits Strom produzieren könne.

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1 Kommentar
  1. Markus Alder sagt

    Energiewende ist gut. Aber eine sinnvolle Energiewende- keine Subventionsmilliarden für sinnlose Solarzellen und vogelmordende Windräder.

    Fossile Brennstoffe wo immer möglich durch umweltfreundlichen Atomstrom ersetzen.
    So werden die Rohstoffvorräte geschont, die Umwelt entlastet und Kosten eingespart.

    Die Uranreserven der Welt reichen auch bei einem stark steigenden Stromhunger in den Schwellenländern für Jahrhunderte. Mit Thorium ist ein Brutstoff (zur Erzeugung von spaltbarem Plutonium) für Jahrtausende vorhanden.
    Damit ist die Kernenergie zuverlässig, leistungsfähig, sicher und nachhaltig.

    Weg mit unsinnigen Atomausstiegen!

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