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Energiewende: Bayern setzt weiter auf Geothermie

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Bayern will der Geothermie in Deutschland endlich zum Durchbruch verhelfen. Um dies zu erreichen plant Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil eine verstärkte Vernetzung der Aktivitäten. Dabei sollen insbesondere die bayerischen Geothermie-Unternehmen mit den Kommunen und der Forschungslandschaft des südlichen Bundeslandes zusammengebracht werden.

Geothermie News. In Bayern gibt es bislang 21 Projekte der hydrothermalen Geothermie. Dabei sind die Erdwärme-Projekte nicht auf ganz Bayern verteilt, sondern konzentrieren sich insbesondere in Südbayern, etwa mit dem Vorzeigeprojekt in Unterhaching. Nun wollen Wirtschaftsminister Martin Zeil und Dr. Wolfgang Heubisch, Wissenschaftsminister in Bayern, der Geothermie noch stärker zum Durchbruch verhelfen und eine landesweite Bayerische Geothermie-Allianz ins Leben rufen. „Damit folgen wir der strategischen Vorgabe im Bayerischen Energiekonzept ‚Energie Innovativ‘ zur Gründung eines ganzheitlichen bayerischen Kompetenzzentrums für Geothermie“, so Heubisch.

Geothermie ist aus der Sicht Bayerns in doppelter Hinsicht zukunftsfähig: In Abhängigkeit von Temperatur und Wasserergiebigkeit ist sowohl die Stromerzeugung wie auch die Nutzung der Wärmeenergie möglich. Das bislang erschlossene Potenzial aus insgesamt 45 geothermischen Tiefenbohrungen liegt bei rund 300 Megawatt thermischer und bis zu 30 Megawatt elektrischer Energie. Insgesamt wird das Gesamtpotenzial der hydrothermalen Geothermie in Südbayern auf etwa 1.800 Megawatt thermisch und 300 Megawatt elektrisch, also rund ein bis zwei Prozent des bayerischen Primärenergieverbrauchs sowie bis zu vier Prozent des bayerischen Stromverbrauchs geschätzt.

Insbesondere für den Großraum München ergeben sich daraus gute Möglichkeiten für eine klimafreundliche Eigenversorgung. Neben den hydrothermalen Vorkommen liegen die Zukunftsfelder auch in der Entwicklung von petrothermalen Projekten, Einbohrlochsystemen mit Tiefensonden und der Wärmespeicherung im Untergrund. Geothermie ist somit nicht nur auf den südbayerischen Raum beschränkt. Je nach Tiefe der Bohrung und der eingesetzten Technologie sind die Projektentwicklungen unterschiedlich risikoreich.

Technologischer Fortschritt auf allen Ebenen

„Wir benötigen für den weiteren systematischen Ausbau der Potenziale technologische Fortschritte auf allen Ebenen der Entwicklung: von der Optimierung der Vorkommenserkundung, der bohrtechnischen Erschließung und Gewinnung aus den Bohrlöchern, über den Bau effizienter Kraftwerke für die Stromerzeugung und die Wärmeauskoppelung bis hin zur Nutzung der Abwärme und den koordinierten Ausbau der Wärmenetze“, betont Wirtschaftsminister Zeil. Und die bayerische Geothermie-Allianz soll genau diesen Fortschritt ermöglichen.

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