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Energiewende: Kleiner Stromspeicher für’s Wohnzimmer

Die Debatte um die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und das Gerücht, es werde keine Bagatellgrenze geben, hat am Markt für Stromspeicher und Photovoltaik für reichlich Verunsicherung gesorgt. Doch viele in der Branche wissen: Die Energiewende der Bürger ist nicht aufzuhalten. Der Grund sind Produkte wie Plug-In-Solarmodule, die ohne großen Installationsaufwand genutzt und betrieben werden können. Jetzt stellt e.cube systems aus Ritterhude eine intelligente Ergänzung zu den Solarmodulen mit Wechselrichter vor: Den Stromspeicher e.cube Standard, der durchaus einen Platz im Wohnzimmer finden könnte…

Ritterhude / 1. Juli 2014. Die weiter zu erwartenden stark steigenden Strompreise – Experten gehen von 50 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2020 aus – bringen ganz neue Ideen und Produkte hervor, die auch Mietern oder Eigentümern kleinerer Wohnungen ermöglichen, sich ein Stück unabhängig zu machen von den ansteigenden Kosten. Eine solche Möglichkeit bieten so genannte Plug-In-Solarmodule, über die wir schon verschiedentlich berichtet haben. Diese haben einen Wechselrichter an Bord und speisen direkt in die Balkonsteckdose ein.

Nachteil: Die Wechselrichter-Solarmodule speisen immer dann Strom ins Hausnetz ein, wenn gerade die Sonne scheint – nicht dann, wenn der Bedarf besonders groß ist. Dieses Problem wird bis heute von vielen Anbietern solcher Solarmodule für die Steckdose totgeschwiegen. Auch die Netzbetreiber und Energieversorger sehen diese Einspeisung ins Stromnetz nicht so gerne. Die Ritterhuder Firma e.cube systems hat sich nun mit einer Lösung beschäftigt und als Ergänzung zu den Solarmodulen für die Steckdose auch einen Stromspeicher für die Steckdose entwickelt.

Der Stromspeicherwürfel e.cube Standard ist die ideale Ergänzung zu den Solarmodulen. Der Stromspeicher für’s Wohnzimmer ist in mehreren Größenklassen mit 1,2, 2,4 und 3,6 Kilowatt Speicherkapazität und 250 bzw. 350 Wp. Er wird immer dann tätig, wenn entweder ein Bezug aus dem Stromnetz droht oder aber eine Einspeisung ins Netz. Die durch die Solarmodule gewonnene Energie wird also entweder im Würfel zwischengespeichert oder aber direkt auf einer der drei Phasen im Haushalt verbraucht.

Lastkurve exakt abdecken

Bei richtiger Auslegung des Systems, das dann aus einem Stromspeicherwürfel (mit Lithium-Ionen-Technik) der unterschiedlichen Größenklassen sowie den Solarmodulen am Balkon besteht, kann die gesamte Lastkurve des Kunden in den sonnigeren Monaten abgedeckt werden. Platz für mindestens 4 oder 5 Solarmodule sollte am Balkon aber mindestens sein. Für vollständige Autarkie in kleinen Wohnungen wäre aber zusätzlich ein Generator oder eben ein Teilbezug aus dem Netz notwendig.

Wer nicht seine gesamte Last abdecken kann, dem gelingt zumindest die Abdeckung des Strom der kontinuierlich für Standbyverbraucher wie Fernseher, Ladegeräte etc. Machen das viele Menschen in Deutschland, wird das die großen Energieversorger mächtig schmerzen: Mit dem so genannten Grundlaststrom lassen sich die besten Gewinne erwirtschaften, weil dieser Verbrauch so schön vorhersehbar ist. e.cube systems will genau hier entgegen wirken.

Technisch realisiert wird der Automatismus durch ständige Kommunikation zwischen Stromzähler und Energiesparwürfel: Droht eine Einspeisung des durch die Wechselrichter-Module e.cube L240 erzeugten Stroms, wird der Speicher aktiv und speichert den Strom. Droht Netzbezug, gibt der e.cube Standard Energie ins Hausnetz ab und versorgt den entsprechenden Verbraucher. Dieses Prinzip funktioniert dreiphasig und im Millisekundenbereich. Eine Maximierung des Eigenverbrauchs wird dauerhaft erreicht.

Stromspeicherwürfel bei Leben mit der Energiewende TV

Vorgestellt wurde der Stromspeicherwürfel kürzlich auch ausführlich in der Web TV-Sendung „Leben mit der Energiewende TV“, die hier abgerufen werden kann: