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Energiewende: Siemens und RWE mit neuer Elektrolyse-Technik zur Stromspeicherung

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Die Elektrolyse zur Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff ist unter Energiewende-Experten derzeit in aller Munde. Unternehmen, die moderne Elektrolyseure auf den Markt bringen, haben daher erstklassige Zukunftsaussichten. Kein Wunder, dass Siemens auch in diesem Sektor des Energie-Marktes mitmischt. Jetzt testet der Energieversorger RWE ein Elektrolyse-System von Siemens, das dank einer protonendurchlässigen Membran neue Möglichkeiten der Wasserspaltung schafft.

Cleantech und Energie News / Essen. RWE Power testet seit Oktober die Power-To-Gas-Technologie am Kraftwerk in Niederaußem. Ziel ist es, überschüssigen Wind- und Solarstrom zur Wasserspaltung mittels Elektrolyse zu erzeugen und mit dem vorhandenen CO2 aus dem Kraftwerk den erzeugten Wasserstoff zu Methan, also Erdgas, zu veredeln. Gelingt die Veredelung, kann das Erdgas im gut ausgebauten Erdgasnetz in Deutschland zwischengespeichert und bei Windflaute oder in schattigen Momenten zur Stromerzeugung genutzt werden.

Soweit, so gewöhnlich. Innovativ an der Lösung von RWE ist ein Elektrolyse-System, das mithilfe einer protonendurchlässigen Membran die Bereiche, in den Wasserstoff und Sauerstoff entstehen, trennt. Auf der Vorder- und Rückseite der Membran sind Elektroden aus Edelmetall angebracht, die mit dem Plus- und Minuspol der Spannungsquelle verbunden sind. An den Elektroden findet die Wasserspaltung statt.

Der Vorteil: Mithilfe dieser Membrantechnologie kann die sogenannte PEM-Elelektrolyse innerhalb von kürzester Zeit auf das fluktierende Stromangebot der erneuerbaren Energien reagieren. Diese bislang undenkbaren, schnellen Reaktionszeiten ergeben sich durch die Kombination der PEM-Eigenschaften mit innovativer industrieller Steuerungstechnologie. Die Tests in Niederaußem erfolgen nun im Rahmen des Forschungsprojektes CO2RRECT, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird.

Schwankungen aus erneuerbaren Energien ausgleichen

Im Versuchsprogramm erproben Ingenieure des Energieversorgers auf Basis realer Betriebsprofile, wie Schwankungen aus regenerativen Quellen durch die Stromspeicherung ausgeglichen werden können. Einen Schwerpunkt legen die Forscher darauf zu untersuchen, wie sich die häufigen Laständerungen auf die Funktionsweise des Elektrolyse-Systems und der erzeugten Wasserstoffqualität auswirken.

Momentan wird das System in einer Testanlage am Kraftwerksstandort Niederaußem im Innovationszentrum Kohle aufgebaut. Die Elektrolyse befindet sich in einem handelsüblichen Container und soll nach der Inbetriebnahme im Januar bis Oktober 2013 getestet werden. Die Testanlage ist wesentlicher Bestandteil der Forschungsaktivitäten von RWE zur Stromspeicherung (Power to Gas) sowie zur CO2-Nutzung.

An der Initiative zum Bau und zum Test dieser Anlage sind neben zahlreichen Forschungseinrichtungen auch Bayer Technology Services, Bayer Material Science, Siemens und RWE Power als Industriepartner beteiligt.

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