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Entwicklungsländer übernehmen Führung globaler Stromerzeugung

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In den nächsten zwei Jahrzehnten werden die traditionellen entwickelten Regionen bei der Stromnachfrage gegenüber Schwellenländern an Boden verlieren. Die rasante Urbanisierung und das Entstehen einer Mittelschicht treiben den Stromverbrauch in den Volkswirtschaften der Entwicklungsländer an. Die Begründung liegt unter anderem darin, dass  da die wohlhabendere Bevölkerungsgruppe Elektrogeräte verwenden wird, die in der entwickelten Welt schon längst zur Grundausstattung gehören. Die Folge: Entwicklungsländer übernehmen die Führung in der globalen Stromerzeugung, dies unterstrich eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan.

Energie News / Frankfurt am Main. Die Studie Annual Global Power Generation Forecasts 2012 beinhaltet unter anderem Daten zu Entwicklungen der globalen Stromerzeugung. Basierend auf Interviews mit Marktteilnehmern gab Frost & Sullivan Informationen über Marktchancen und Branchentrends bekannt. Eine zentrale Aussage: Der Großteil des Wachstums im Bereich der Stromerzeugung wird voraussichtlich aus Indien, China und den ASEAN-Staaten kommen. Der gemeinsame Marktanteil dieser drei Regionen wird von 27,5 Prozent im Jahr 2010 auf 40,1 Prozent im Jahr 2030 ansteigen. Die Stromerzeugung in China wird voraussichtlich schon im Jahr 2015 höher sein als die von Nordamerika.

Expansion von Gas, Kernkraft und Erneuerbaren

Die Studie von Frost & Sullivan ergab, dass Gas noch in diesem Jahrzehnt die höchste Zuwachsrate unter den wichtigsten Brennstoffen haben wird. Auch die Kernkraft wird – trotz Verzögerungen nach der Katastrophe von Fukushima – expandieren. Vor allem in Asien befinden sich viele Kernkraftwerke in der Bauphase. Ein starkes Wachstum wird zudem für die erneuerbaren Energien erwartet. Besonders die nicht auf Wasser basierenden erneuerbaren Energien werden einen erheblichen Anteil an der Stromerzeugung in den nächsten zwei Jahrzehnten einnehmen.

Kohleverstromung verliert an Relevanz

Zwar sind Schwellenländer wie China und Indien stark auf den Brennstoff Kohle angewiesen. Dennoch wird laut Aussagen von Harald Thaler, Frost & Sullivan Industry Director, das Wachstum der Kohleverstromung im kommenden Jahrzehnt stark nachlassen. Denn: Die Industrieländer werden ihre Anlagen außer Betrieb nehmen und die Schwellenländer ihren Brennstoffmix – wie eben beschrieben – aufteilen.

Verschiebung der Marktanteile

Zwischen 2010 und 2030 wird der gemeinsame Anteil der entwickelten Regionen EU, Nordamerika und OECD APAC bei der globalen Stromleistung von 48,6 Prozent im Jahr 2010 auf 37,1 Prozent im Jahr 2030 sinken. Russland wird nicht mit den Zuwachsraten der anderen BRIC-Staaten mithalten können. Der an der weltweiten Stromleistung wird allmählich von 4,9 Prozent im Jahr 2010 auf 4,1 Prozent im Jahr 2030 abfallen.

Am schnellsten wird die Stromnachfrage zwischen 2010 und 2030 in Indien – gefolgt von den ASEAN-Staaten und China –  ansteigen. Die schnell wachsenden Volkswirtschaften China und Indien setzen zwar auch auf den Ausbau von Wasser- und Windkraft, übertreffen jedoch auch bei Gas und Atomkraft andere Regionen in deutlichem Umfang. Im Gegenzug werden in diesem Zeitraum die drei entwickelten Regionen EU, Nordamerika und OECD APAC durchweg ein relativ schwaches durchschnittliches Nachfragewachstum von maximal einem Prozent jährlich verzeichnen, da die stagnierende Bevölkerungsentwicklung und eine effizientere Energienutzung das Nachfragewachstum schmälern.

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