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EON baut keine weiteren Gaskraftwerke

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Der Energieversorger EON hat jetzt laut Financial Times Deutschland entschieden, hierzulande keine weiteren konventionellen Gas- und Kohlekraftwerke mehr zu bauen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass eine geplante finanzielle Förderung durch die Bundesregierung nicht kommen würde. EON begründet die Abkehr insbesondere von Gaskraftwerken damit, es gebe ausreichende Kraftwerkskapazitäten bis zum Ende des Jahrzehnts. Erneuerbare Energien würden im Zuge der Energiewende Kohle und Gas immer schneller verdrängen. Doch die Sache hat einen Haken: Wenn die Sonne nicht scheint, sind flexible Gaskraftwerke als Reserve nötig. Aber reichen die geplanten Kapazitäten langfristig aus?

Das GuD-Kraftwerk des Energieversorgers EON in Irsching (Quelle: EON)

Cleantech, Energiewende News / Düsseldorf. 29 große Gaskraftwerke sind nach Einschätzung des BDEW derzeit in Deutschland geplant. Doch die Betriebszeiten – früher mehr als 4000 Stunden pro Jahr – werden immer kürzer. Investoren wird die Entscheidung für Gaskraftwerke erschwert. Werden die bislang sicher finanzierten und geplanten Gaskraftwerke in Deutschland fertiggestellt, steht eine weitere Kapazität von 20 Gigawatt ans Netz. Das wird sicherlich eine Zeit lang ausreichend sein.

Dezentralisierung mit Blockheizkraftwerken

Viel interessanter und bedeutsamer ist, dass die Bundesregierung nach ihren Energiewende-Planung den Anteil von Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung erheblich steigern möchte. Diese Anlagen lohnen sich häufig in Wohngebieten, für Immobiliengesellschaften mit größeren Wohnblocks und viele andere Marktteilnehmer. Und: Sie werden mit Erdgas oder Biomethan betrieben, sind damit kleine Gaskraftwerke – flexibel und kosteneffizient. Durch BHKW könnten dezentralere Strukturen endlich zum Tragen kommen: Weitere große Kraftwerke könnten perspektivisch unbedeutender werden.

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1 Kommentar
  1. BHKW-Infozentrum sagt

    Da die Bundesregierung die Förderung von größeren KWK-Anlagen über 2 MW aber auch von mittelgroßen Anlagen ab 250 kW prozentual besonders erhöht hat, ist der Aufbau dezentraler BHKW zum Beispiel in Industrieanlagen oder Kommunen nun sehr interessant.

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