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Erneuerbare Energien speichern: RWE plant Druckluftspeicherkraftwerk ADELE in Sachsen-Anhalt

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Am 20. Januar 2010 berichteten wir vom Cleantech-Wirtschaftsmagazin Cleanthinking.de letztmalig über das Energiespeicherprojekt ADELE, das RWE federführend vorantreibt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Das Projekt soll die altbekannte Problematik der Erneuerbaren Energien und des Stromnetzes auf dem Weg zum Smart Grid lösen: Die mangelnde Möglichkeit, Energie zu speichern wird natürlich durch die flukturierende Stromerzeugung durch Wind und Sonne immer problematischer. Nun gibt es News von ADELE – RWE Power hat sich scheinbar für einen Standort in Sachsen-Anhalt für den geplanten Druckluftspeicher festgelegt – und bastelt mit den Partnern General Electric, Züblin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt an der Umsetzung des Projektes „Abiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung.“

Ein Salzstock in Staßfurt in Sachsen-Anhalt ist auserkoren worden als Standort für die erste Adele-Demonstrationsanlage. Die Standortwahl für das Druckluftspeicherkraftwerk ist das Ergebnis umfassender Standortanlaysen, die RWE in den vergangenen Monaten durchgeführt hat. Die Struktur des Salzstocks ist durch die Nutzung als Gasspeicher und zur Solegewinnung sehr gut bekannt. Eine vorhandene Kaverne könnte nach entsprechender Anpassung für die Aufnahme der Druckluft genutzt werden.

Zudem liegt Staßfurt in einer Region mit einer Vielzahl von Windparks; in Zeiten niedriger Stromnachfrage kann überschüssige Energie zur Befüllung des Speichers genutzt werden. Das funktioniert, in dem zunächst Luft komprimiert wird. Die dabei entstehende Wärme wird zwischengespeichert und die Luft dann in unterirdische Kavernen gepresst. Steigt der Strombedarf wieder, kann die Druckluft unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden.

Wirtschaftsminister Haseloff unterstützt dieses Vorhaben nachdrücklich:

„Für die bessere Nutzung der erneuerbaren Energien erwarte ich von diesem wegweisenden Projekt einen wichtigen Technologieschub im internationalen Maßstab. Wenn es im Zuge dieses Pilotvorhabens gelingen sollte, die fluktuierende Windenergie effizient zu speichern und bedarfsgerecht abzurufen, wäre ein wichtiger Durchbruch erzielt. Ich sehe auch gute Chancen für die Forschungseinrichtungen unseres Landes, die sich mit energetischen Fragen beschäftigen, dass diese eingebunden werden.“

Und Umweltminister Aeikens betont

„Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt im Bereich der erneuerbaren Energien. Doch ist das kein automatischer Übergang. Er wird angetrieben durch Innovationen, durch Forschung und durch Förderung. Und es zeigt sich immer wieder: Die Frage der Speicherung ist eine der Kernfragen bei der Nutzung der erneuerbaren Energien. Hier brauchen wir Forschung, um den im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz erneuerbaren Energien den Weg zu bereiten.“

Heute wird der Salzstock vom Sodawerk Staßfurt zur Solegewinnung und von der RWE Gasspeicher GmbH zur Erdgasspeicherung genutzt – diese Nutzungen werden von ADELE nicht berührt. Die erste Demonstrationsanlage soll ab 2013 errichtet werden – mit einer Speicherkapazität von bis zu 360 Megawattstunden und einer elektrischen Leistung von bis zu 90 Megawatt. So kann ADELE in kürzester Zeit ohne weitere fossile Hilfsenergien und damit emissionsfrei Ersatzkapazität bereitstellen und über etwa vier Stunden rund 50 Windräder ersetzen, wie sie in der Region zum Einsatz kommen.

Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, für das insgesamt zehn Millionen Euro bereitstehen, soll bis Ende 2012 die Technologie entwickelt haben. Eine Erweiterung der Demonstrationsanlage nach erfolgreichem Betrieb ist möglich.

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1 Kommentar
  1. […] steht eine Technik, mit der Strom sicher, effizient und über mehrere Tage gespeichert werden soll. Bereits 2010 hatten die Arbeiten für ADELE begonnen. Jetzt startet das Anschlussprojekt […]

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