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eROCKIT: Raus aus der Insolvenz, rein in die Serie

Neue Eigentümer wollen das pedalbetriebene Elektromotorrad eROCKIT ab 2019 in Serienfertigung produzieren / Neuer Standort im brandenburgischen Hennigsdorf

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Es ist eine Art Neverending-Dream-Story. Das eROCKIT, ein Elektromotorrad mit pedalgetriebenem Extra-Kick, ist bei Testfahrern beliebt – für Käufer aber aufgrund seines hohen Preises lange unerschwinglich. Dem Team hinter dem besonderen Elektrozweirad gelingt es lange Zeit nicht, genügend Kapital für eine ernst zu nehmende Serienfertigung einzuwerben. Doch nach der Insolvenz gibt es jetzt Hoffnung: In einer neuen Konstellation als eROCKIT Systems könnte 2019 die Serienfertigung Realität werden.

Einst galt das eROCKIT als „umweltfreundlichste Rakete der Welt“ oder „Supermans Bike“ oder einfach nur als „Mensch-Hybrid-Maschine“ mit viel Power. Auch Cleanthinking berichtete seit 2012 immer wieder über das ungewöhnliche Gefährt (hier), mit dem ‚blitzschnell‘ Geschwindigkeiten von mehr als 80 Kilometer pro Stunde möglich sein sollen. Die Bedienung über die Pedale ist intuitiv einfach wie beim Fahrrad. Jetzt endlich soll das Pendlerfahrzeug und Erlebnis-Zweirad zurückkehren und den kommerziellen Durchbruch schaffen.

Eine Firma namens eROCKIT Systems hat die Marke sowie sämtliche Rechte an dem fahrradähnlichen, motorisierten Gefährt erworben. Die Gesellschaft entwickelt und produziert das eROCKIT in Produktionshallen im brandenburgischen Hennigsdorf bei Berlin. Offiziell vorgestellt wird die neue Führungsmannschaft als „ein Team von internationalen Zweirad-Experten“ – was immer das auch ganz konkret heißen mag.

Ziel in der neuen Konstellation ist es, das eROCKIT mit einer Reichweite von mehr als 120 Kilometern neu aufzulegen und im Frühjahr 2019 in Serie auf den Markt zu bringen. Weiterhin mit dabei ist Andreas Zurwehme, der das Projekt schon sehr lange begleitet und als geschäftsführender Gesellschafter fungiert. Er freue sich, dieses „zukunftsweisende e-Bike“ aus der Insolvenz gerettet zu haben. Und weiter:

„Wir möchten es nun zu einer großen Erfolgsgeschichte machen.“

eROCKIT Systems: Richard Gaul hilft als Berater

Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen. Als Berater wird u.a. Richard Gaul mit an Bord kommen. Der ehemalige Kommunikationschef von BMW hatte auch eine Rolle bei DBM Energy / Kolibri Power Systems inne, als dort der Restart gelingen sollte. Er ist heute selbständiger Kommunikations- und Investmentberater und verfügt nach diesen Angaben über ein internationales Netzwerk in viele Branchen, Industrie- und Wirtschaftsbereiche.

Als Testpilot hat das neue eROCKIT Systems-Team den Extremsportler und Weltrekordler Sebastian Satu Kopke gewonnen, der sich nach einem ersten Besuch des Produktionsstandorts Hennigsdorf begeistert von der Dynamik des Zweirades zeigte.

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