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Sauber in die Zukunft

Europas erstes E-Feuerwehrauto kommt aus Österreich

Österreich-Kooperation von Linz AG, Rosenbauer und Kreisel / 160 Kilometer Reichweite mit 86 kWh-Akku

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Das österreichische Cleantech-Unternehmen Kreisel hat zusammen mit den Unternehmen Rosenbauer und Linz AG ein E-Feuerwehrauto vorgestellt. Ausgangspunkt war die Initiative der Betriebsfeuerwehr der Linz AG vor zwei Jahren – das vollelektrische Feuerwehrfahrzeug basiert auf einem Mercedes Sprinter. In der Vergangenheit hatte die Linz AG zusammen mit Kreisel bereits ein Müllfahrzeug als Plug-In-Hybrid entwickelt.

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch – in Österreich hat das Cleantech-Unternehmen Kreisel Electric AG deutlichen Anteil daran. Neben sehr exklusiven Prototypen realisieren die Oberösterreicher auch zunehmend sehr praxistaugliche Elektrofahrzeuge. Zuletzt entstand auch ein Hybrid-Motorturmwagen. Mehr News zu Kreisel Electric gibt es auch hier bei Cleanthinking. Das E-Feuerwehrauto entstand am neuen Kreisel-Standort in Rainbach in zweimonatiger Umrüst-Arbeit.

„Im Rahmen eines weiterbildenden Studiums beschäftigte ich mich mit der Energiewende. Dabei tauchte erstmals auch die Idee eines vollelektrisch betriebenen Einsatzfahrzeugs auf. Und zwar als eine mögliche Antwort auf die Frage, was ich in meinem eigenen Umfeld für den Umwelt- und Klimaschutz bewirken kann“, berichtet Harald Forstenpointner, Kommandant der Betriebsfeuerwehr LINZ AG und Projektinitiator.

Im Feuerwehrwesen ist der Klimaschutzgedanke aus durchaus praxisrelevanter Sicht längst angekommen. In Fachkreisen heißt es, dass Feuerwehren schon heute immer öfter wegen extremen Wetterereignissen ausrücken müssen, die dem Klimawandel zugeschrieben werden. Demzufolge ist Klimaschutz auch Eigennutz für die Feuerwehren.

Im E-Feuerwehrauto KLF-L kommen in modularer Bauweise vier Kreise-Batterien zum Einsatz. Die Gesamtkapazität von 86 kWh reicht bedenkenlos für alle Einsatzfahrten aus. Trotz erheblichem Gewicht – Fahrzeug, Akku (ca. 620 kg), Besatzung, individuelle Beladung) sowie unter Berücksichtigung der Fahrweise im Einsatz kann von 160 km Reichweite ausgegangen werden.

Rosenbauer und Kreisel bauen E-Feuerwehrauto für die Betriebsfeuerwehr der Linz AGDas Einsatzfahrzeug KLF-L von Rosenbauer basiert auf der Karosserie eines Mercedes Sprinter, auf dessen Basis Kreisel schon E-Mobilitätslösungen für verschiedene Anwendungen umgesetzt hat. So wurden in Projekten mit der Industrie Busse für den Personenverkehr und Lieferwagen für den Gütertransport auf Sprinter-Basis realisiert. Nun wird die modulare Kreisel-Lösung auch in einem Einsatzfahrzeug angewendet. Ziel ist es, mit Vorzeigeprojekten saubere Mobilität von morgen greifbar zu machen und in Serie zu bringen.

Durch ein Schnellladegerät ist das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit wieder vollgeladen (Typ2- oder CCS-Stecker). Ein Elektromotor mit dauerhafter elektrischer Leistung von 120 kW sorgt für den nötigen Vortrieb. Mit dem Elektroantrieb wird das neue E-Feuerwehrauto deutlich günstiger unterwegs sein, als mit herkömmlichen Antriebskonzepten. Die konkrete CO2-Einsparung durch den Betrieb des Fahrzeugs, wird die Praxiserfahrung zeigen. Die angenommene Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr lässt nach Angaben der drei Partner-Unternehmen jährlich 4,8 Tonnen CO2-Ersparnis erwarten.

Das Video gibt Eindrücke vom E-Feuerwehrauto

Weiterführende Informationen gibt es auch im Pressetext der Linz AG.

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