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European Battery Alliance: EU legt Aktionsplan für Batteriezellen vor

Europa braucht eigene Batteriezellen-Fertigung, um den Bedarf decken zu können / European Battery Alliance mit Zeitplan vorgestellt

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Die Kommission der Europäischen Union hat mit der European Battery Alliance einen Fahrplan für die Produktion von Batteriezellen in Europa vorgestellt. Dabei führte man auch Gespräche mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt und dem aus Deutschland geleiteten Konsortium TerraE. Ziel der europaweiten Initiative für Batterien ist es, eine konkurrenzfähige Produktion aufzubauen, um den Bedarf auch dauerhaft zu decken.

Derzeit gibt es Engpässe, weil die Nachfrage steigt, aber die asiatischen Hersteller nicht mehr jeden beliefern. Selbst dann, wenn es Verträge gibt. Zur Abgrenzung von den Asiaten sollen die Zellen besonders umweltfreundlich produziert werden – Northvolt macht es vor, hat bewusst einen Standort mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ausgesucht. Ziel sei eine „grüne Batterie“ – das beinhaltet auch die Herkunft von Kobalt oder Lithium und anderen Rohstoffen, für deren Nutzung es klare Vorgaben geben soll.

Der Aktionsplan umfasst 20 Seiten und erhält insbesondere einen klar definierten Zeitplan bis ins Jahr 2023. Welche Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt sind, lässt sich an der oben eingefügten Abbildung nachvollziehen – da ist alles dabei, was Rang und Namen hat. Infos zum Thema Stromspeicher gibt es hier.

Seit Oktober 2017 schmieden europäische Akteure aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an einer europaweiten Batterie-Allianz. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war ein von EU-Energiekommissar Maroš Šefčovič initiierter „Batteriegipfel“ in Brüssel, dessen Teilnehmer sich immerhin auf die Erstellung eines Plans für den Aufbau einer Wertschöpfungskette für Batteriezellen in der EU verständigen konnten. Er geht von einem Bedarf von mehr als zehn Gigafactories in der EU aus. Die EU erwartet einen Bedarf an Batteriezellen von 200 Gigawattstunden in 2025,

European Battery Alliance: EU schiebt an, jetzt ist Industrie am Zug

Die europäische Batterieallianz ist nun angeschoben von der EU-Kommission, soll aber in erster Linie von der Industrie, nicht von der Politik, vorangetrieben werden. Mit dem Batteriegipfel und dem Anschub der European Battery Alliance sehe er die Aufgabe zunächst als erfüllt an, sagte EU-Energiekommissar Maroš Šefčovič.

Es wird interessant werden zu sehen, welcher der beteiligten Unternehmen nun die Oberhand gewinnen und diese wichtige Initiative mit Leben füllen werden.

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