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Ford startet Serienfertigung des EcoBoost-Motors 1,0 Liter

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Cleantech News / Köln. Der amerikanische Autobauer Ford hat heute in Köln die Serienproduktion einer neuen, effizienteren Motorenreihe gestartet. Die EcoBoost-Motorenreihe mit 1,0 Liter soll zunächst im europäischen Ford Focus mit 125 PS zum Einsatz kommen und lediglich CO2-Emissionen von 114 g/km aufweisen. Insgesamt investierte Ford 134 Mio. Euro in die Modernisierung des Standortes Köln. 870 sollen bis zu 350.000 Einheiten des EcoBoost-Motors jährlich produzieren. Weltweit sollen 1,3 Mio. Einheiten gebaut werden.

EcoBoost: Downsizing-Prinzip

Ford Chef Mulally EcoBoost-Motor
Alan R.Mulally, President und CEO der Ford Motor Company, enthüllt den ersten 1,0-Liter-Ford-EcoBoost-Motors zum Produktionsstart des umweltschonenden Benzinmotors am 9.11.2011 im Kölner Ford-Werk. Foto: Ford Werke GmbH

Der neue Dreizylinder-Motor rundet die fortschrittliche EcoBoost-Familie von Ford nach unten ab. Bislang kommen weltweit bereits Versionen mit 1,6 bis 3,5 Litern Hubraum zum Einsatz. Die gesamte Motorenfamilie ist nach dem Downsizing-Prinzip konstruiert und vereint relativ kleine Hubräume mit Turboaufladung, Benzin-Direkteinspritzung, variabler Nockenwellenverstellung Ti-VCT sowie anderen effizienzsteigernden Technologien. Vorteil: Sie kombiniert bemerkenswerte Verbrauchs- und Abgasemissions-Vorteile mit dem souveränen Leistungsangebot deutlich größerer Maschinen.

Der 1,0 Liter große EcoBoost-Motor ist eine Gemeinschaftsentwicklung, an der sich Ford-Experten aus ganz Europa über mehrere Jahre beteiligt haben. Der EcoBoost-Motor stellt Anfang 2012 seine besonderen Vorzüge erstmals in europäischen Modellen des Ford Focus unter Beweis. 92 kW (125 PS) stark, befähigt er diesen Wagen zu temperamentvollen Fahrleistungen und einen durchschnittlichen Verbrauch von lediglich 5,0 Litern/100 km. Die EcoBoost-Motorenfamilie von Ford verbindet einen vergleichsweise geringen Hubraum von 1,0 Liter mit hochmodernen Technologien wie Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung.

So modern wie der Motor präsentiert sich auch das Kölner Werk, in dem der wegweisende Dreizylinder gefertigt wird. Insgesamt wurden dort 100 neue Fertigungseinheiten sowie eine 580 Meter lange, besonders fortschrittliche Produktionslinie errichtet. Im Kölner Stadteil Niehl kommen nun 55 voll- und 14 halbautomatische Roboter zum Einsatz. Sie werden ergänzt von 90 Arbeitsstationen für hochqualifizierte Mitarbeiter, die für höchste Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards sorgen.

Zugleich überzeugt die mit Investitionen in Höhe von 134 Millionen Euro grundlegend auf den neuesten Stand gebrachte Anlage mit zahlreichen Ansätzen in Bezug auf „Clean Thinking“: So führt Ford zum Beispiel eine fortschrittliche Feinbearbeitung der Aluminium-Zylinderköpfe ein, bei der die Wasserkühlung der einzelnen Bohrungen soweit reduziert werden konnte, dass der Wasserverbrauch bei diesem Arbeitsschritt um 99 Prozent (!) reduziert werden. Neu entwickelte Prüfstände erlauben es, komplette Motoren zu checken, ohne sie dafür starten zu müssen. Vorteil: Diese „kalten“ Tests kommen ohne Kraftstoffverbrauch und senken die entsprechenden Emissionen um 66 Prozent.

Zwei Drittel niedrigerer Stromverbrauch

Im Vergleich zum zuvor in Köln produzierten V6-Motor – dessen Fertigung mit der Einführung des 1,0-Liter-EcoBoost endet – reduzierte sich ganz generell betrachtet auch der Stromverbrauch um gut zwei Drittel. Die noch erforderliche Elektro-Energie bezieht Ford zu 100 Prozent auf regenerativen Quellen.

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1 Kommentar
  1. […] die deutlich effizienter und verbrauchsärmer sind als bisher verwendete Motoren (CleanThinking.de berichtete). Doch welche Rolle spielt eigentlich „Clean Thinking“ im Unternehmen Ford? Im Rahmen der […]

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