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Förderung von Messtechnik und Software für Energiemanagementsysteme durch das BAFA

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Seit dem 15. August 2013 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) neben der Erstzertifizierung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 und der Erstzertifizierung eines Energiecontrollings auch den Erwerb von Messtechnik und Software für Energiemanagementsysteme. Johannes Kriesel – geschäftsführender Gesellschafter der symström GbR, die auf stromgraf.de Messtechnik zur Energieerfassung vertreibt und Energiemanagement-Software entwickelt  hat zu dieser Thematik folgenden Gastbeitrag für CleanThinking.de verfasst.

Das Ensemble von Green Energy Options // Quelle: symström GbR
Das Ensemble von Green Energy Options // Quelle: symström GbR

CleanTech & Energiemanagement News / Leipzig. Messtechnik für Energiemanagementsysteme wird mit maximal 20 Prozent bzw. maximal 8.000 Euro gefördert. Förderfähig sind Ausgaben für den Erwerb der Messtechnik und deren Installation. Installationskosten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Anschaffung stehen, sind pauschal mit 5 Prozent der Nettoinvestitionskosten als zuwendungsfähige Ausgaben berücksichtigungsfähig.

Welche Messtechnik für Energiemanagementsysteme ist förderfähig?

Stationäre Messtechnik, welche mindestens eine der nachstehenden Größen erheben kann, ist förderfähig:

  • Strom
  • Spannung
  • elektrische Leistung
  • Temperatur
  • Wärme- und/oder Kältemenge
  • Volumenstrom (flüssig, gasförmig)
  • Beleuchtungsstärke
  • Druckluftmenge

Die Messtechnik muss mit dem Energiemanagementsystem in unmittelbarem Bezug stehen und an dieses die benötigten Daten übertragen. Der unmittelbare Bezug ist gegeben, wenn die Messtechnik in Verbindung mit einer Energiemanagement-Software steht und diese die Förderkriterien für Energiemanagement-Software der „Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen“ erfüllt.

Förderkriterien für Energiemanagement-Software

„Energiemanagement-Software ist eine elektronische Datenverarbeitungstechnologie, die auf Grundlage der geltenden DIN EN ISO 50001 messtechnische Daten für die energetische Bewertung und energetische Ausgangsbasis der Organisation auswertet. Die Energiemanagement-Software muss daher die Anforderungen der DIN EN ISO 50001 erfüllen und entsprechend dem PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act-Zyklus) aufgebaut sein und muss insbesondere die Möglichkeit bieten, die gesetzten Energieziele verfolgen (Controlling und Monitoring) zu können. Darüber hinaus muss die Energiemanagement-Software insbesondere folgende Funktionen aufweisen: Datenauswertung (Kennzahlbildung), Visualisierung (Verfügbarkeit verschiedener Diagrammtypen), Erstellung von Berichten über die lang- und kurzfristige Verbrauchsentwicklung mittels Kennzahlen, Alarmfunktion bei Überschreitung individuell definierter Grenzwerte und Übermittlung mittels gängiger Kommunikationskanäle, Integrationsmöglichkeit der Energiemanagement-Software in bestehende Software- und Leittechniksysteme (z.B. SAP), Funktion, um Daten in und von gängigen Formaten zu ex- und importieren und eine Funktion, mittels derer alle angeschlossenen Messgeräte aufgelistet werden können (Datenpunktliste).“

Quelle: Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 22. Juli 2013

Förderhöhe Energiemanagement-Software

Die Förderung für den Erwerb von Software für Energiemanagementsysteme beträgt maximal 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 4.000 Euro.

Messtechnik zur Hochrechnung über Betriebs- und Lastkenndaten

Für das Energiecontrolling sind nicht nur die Leistungs- und Verbrauchsdaten aller Produktionsanlagen zu erfassen, sondern auch der Verbrauch aller Nebenanlagen. Nebenanlagen sind zum Beispiel Bürogeräte, Heizungsanlagen, Klimaanlagen, Kälteanlagen und Beleuchtungsanlagen. Für gängige Geräte, wie zum Beispiel Pumpen, Ventilatoren, Drucklufterzeuger, Antriebsmotoren, Beleuchtung und Bürogeräte, muss keine kontinuierliche Messung durchgeführt werden. Für solche Geräte kann der Jahresverbrauch mit Hilfe von zeitweise installierten Messeinrichtungen (zum Beispiel mit Stromzangen) und nachvollziehbarer Hochrechnungen über Betriebs- und Lastkenndaten realistisch ermittelt werden. Beispiele für solche Messeinrichtungen sind das Solo 2 von Green Energy Options, das Ensemble (ebenfalls von Green Energy Options) oder die Messtechnik von Plugwise.

Autor: Johannes Kriesel, symström GbR

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