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Formula-E: Formel 1 der Elektroautos will junge Städter erreichen

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Cleantech & Mobilität News / Landsberg am Lech. Wie kann das Thema Elektromobilität mit Emotionen aufgeladen werden? Diese Frage hat sich scheinbar die FIA, Ausrichter der Formel 1, vor einigen Jahren gestellt – und sich seitdem mit einer „Formula-E“, einer Art Formel 1 der Elektroautos, beschäftigt. Der strategische Kopf hinter dieser neuen Rennklasse, die mehr Event-Charakter haben soll, ist Burkhard Göschel, CTO von Magna und Chef der Electrical New Energy Championship Comission. Im Interview mit „Automobil-Produktion“ erläutert Göschel, die Strategie hinter der Formula-E.

Burkhard Gšschel, CTO von MagnaBereits im Herbst soll ein erstes Rennen in einer europäischen Großstadt ausgerichtet werden. Dabei sind nach den Worten Göschels generell eher Stadtkurse interessant. Damit soll ein jüngeres Publikum erreicht werden. Vorgesehen ist, 24 Autos pro Rennen an den Start zu schicken. Pro Rennen ist eine Dauer von ca. 20 Minuten angedacht. Der Austragungsmodus erfolgt einem KO-System, in dem nach jede Runde Teilnehmer ausscheiden werden. „Mit diesem Verfahren wird das Event für die Zuschauer attraktiver“, so Göschel im Interview mit „Automobil Produktion“.

Einzige Richtlinie der E-Fahrzeug-Rennserie ist das festgelegte Batteriegewicht, sowie das Fahrzeug-Gesamtgewicht. Ansonsten lässt Göschel den OEMs und den Zulieferern große Spielräume: „Dieser Ansatz wurde bewusst gewählt, um die Technologie der Elektromobilität voranzutreiben“, so der ENECC-Chef. Die „Formula E“ solle nicht nur in Europa stattfinden, sondern weltweit, weil auch die Entwicklung hin zur Elektromobilität weltweit geschehe.

Die Rennserie stößt offenbar bei Autoherstellern und Zulieferern – insbesondere Zulieferer des Antriebs und des Energiespeichers – auf reges Interesse. Ob ein deutscher Autobauer wie Audi oder BMW dabei sein wird, ist noch nicht klar. Für Zulieferer wie Panasonic – Panasonic will nachhaltiges Unternehmen der Welt werden – ist die Rennserie mit Sicherheit von Interesse. Sobald geschafft wird, Elektromobilität mit Emotionalität zu koppeln, dürfte es Auftrieb für die Verkaufszahlen der Elektrofahrzeuge geben. Dabei ist die Verbindung zu den jungen Städtern, die oftmals gar kein Auto haben, sinnvoll: Denn gerade im urbanen Raum wird das Angebot für Elektromobilität mit E-Bikes und Micro-Cars wie den Renault Twizy immer größer – und vor allem bezahlbar.

Im Herbst diesen Jahres soll das erste Rennen der Formula E stattfinden, ab 2014 könnte dann eine komplette Rennserie starten.

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1 Kommentar
  1. Markus sagt

    Ist nur wirklich schade, dass die Formel E nicht in Deutschland fährt. Wo wir doch eigentlich Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie sind. Auch das mit dem Telefonvoting bezgl. des Zusatz-Boosts wird eine interessante Sache. Ich bin jedenfalls gespannt 😉
    Viele Grüße
    Markus

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