Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Forschungsprojekt: Aufladen von Elektroautos per SMS

0 38

EBG LadesäuleDas Aufladen eines Elektrofahrzeuges außerhalb der eigenen Garage kann bislang sehr mühsam sein. Um den Prozess spontaner und wirtschaftlicher zu gestalten, ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördertes Forschungsprojekt für ein zeitabhängiges Abrechnen von Ladevorgängen über die Mobilfunkrechnung gestartet worden. Ziel des Projekts mit dem Namen ZALM (sms&charge) ist die Entwicklung eines innovativen Systems zum Aufladen von Elektroautos mithilfe von SMS. Das Projekt-Konsortium setzt sich zusammen aus Spezialisten der Energietechnik, Telekommunikation und wissenschaftlichen Institutionen: EBG Lünen (Konsortialführer), sunhill technologies GmbH, Allgäuer Überlandwerke und TU Dortmund.

Im Gegensatz zu bisherigen regionalen Insellösungen entwickelt sms&charge eine Abrechnung der Ladekosten über das Handy, bei dem der Faktor Zeit in Rechnung gestellt wird. Eine mühsame Vorregistrierung der Kunden entfällt. Wer sein Elektrofahrzeug an den neu entwickelten Säulen laden möchte, benötigt also lediglich ein Mobiltelefon. Eine SMS, die an eine auf der Ladestation angegebene Nummer geschickt wird, gibt den Ladeprozess frei.

Ein wesentlicher Vorteil des sms&charge-Konzepts ist seine uneingeschränkte Verfügbarkeit. Es kann ohne komplizierte Registrierungsvorgänge überall geladen werden. Auch Handys mit Prepaid-Karten können in das System einbezogen werden. Ergänzende Entwicklungen des Systems durch Smartphone-Apps erweitern die Funktionalität und unterstützen den Nutzer u.a. bei der Suche und Reservierung von Ladestationen. Ein weiterer Vorteil der Abrechnung von Zeiteinheiten ist die höhere Wirtschaftlichkeit in der Anschaffung und im Betrieb. Die Erfüllung eichrechtlicher Anforderungen ist zum einen mit einem vertretbaren Aufwand realisierbar. Für Betreiber wird zum anderen die Abrechnung von Zeiteinheiten kostengünstiger und einfacher.

Darüber hinaus gibt die Abrechnung von Zeiteinheiten eine Antwort auf die bisher nicht gelöste Problemstellung des „Pseudoladens“. Die Nutzung einer Ladestation durch Elektrofahrzeuge wird für die gesamte Parkdauer in Rechnung gestellt. Dies führt dazu, dass Ladesäulen i.d.R. nur dann belegt werden, wenn eine Ladung notwendig ist.

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More