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Framo zeigt mehrere elektrifizierte Nutzfahrzeuge auf IAA

Beton-Fahrmischer und 40-Tonnen-Kühlsattelzug zeigt die Framo GmbH aus Löbichau auf der IAA Nutzfahrzeuge / Elektromobilität setzt sich durch

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Nutzfahrzeuge wie beispielsweise auch Beton-Fahrmischer sind prädestiniert für vollelektrischen Antrieb. Das wird auch die IAA Nutzfahrzeuge 2018 in der kommenden Woche in Hannover zeigen. Seine Premiere feiert dort ein Beton-Fahrmischerin Halle 13 in der Gemeinschaftsausstellung des sächsischen Automobilzuliefernetzwerks AMZ. Mit dabei auch ein 40-Tonnen-Kühlsattelzug, den Aldi Süd bereits testet. Entscheidend am Bau der Fahrzeuge beteiligt ist die Framo GmbH.

Die 2014 gegründete Framo rüstet LKW im Bereich 7,5 bis 44 Tonnen mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang aus. Der auf einem MAN-Fahrgestell basierende elektrische Beton-Fahrmischer weist eine Antriebsleistung von 400 kW und 37 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht auf. Die 230-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von ca. 150 Kilometern.

„Ein Kunde aus den Niederlanden hat das Fahrzeug in Auftrag gegeben, dass wir im Außenbereich der Halle 13 vorstellen werden. Nach unserer Kenntnis ist es der erste Beton-Fahrmischer dieser Art weltweit“, betont André Beuchold, gemeinsam mit Unternehmensgründer Andy Illgen Geschäftsführer von FRAMO.

In der New Mobility World der IAA wird außerdem mehrmals täglich ein elektrifizierter Kühlsattelzug präsentiert, den FRAMO für Aldi-Süd realisiert hat. Die Hauptmotivation für diesen und für weitere Kunden heißt emissionsfreier Verkehr. Framo möchte die Nische bedienen und Lösungen kreieren, die leicht auf eine Vielzahl von Chassis adaptierbar sind.

„Gerade für die Verteilerlogistik in innerstädtischen Bereichen spielt die Reduzierung von Schadstoffen und Lärm eine zunehmende Rolle. Elektromobilität erfüllt diese Anforderungen. Der Brummi wird sozusagen zum Summi. Spediteure und Flottenbetreiber befassen sich immer intensiver mit diesem Thema. Wir spüren das an der wachsenden Zahl von Anfragen aus Deutschland, aber auch aus den angrenzenden Ländern“, sagt André Beuchold.

Neben dem innerstädtischen Verteilerverkehr bewähren sich Lkw von FRAMO in der Werkslogistik und im JIT-Verkehr zwischen Automobilherstellerwerken und Zulieferstandorten. Auch an Lösungen für Kommunalfahrzeuge wie Müllwagen arbeiten die aktuell 33 Mitarbeiter. Bislang hat der Systemintegrator für Elektromobilität, der Antrieb, Speicher und Ladesystem passgenau auf Reichweiten- und Leistungsbedarf der Anwender auslegt, rund 20 Fahrzeuge auf die Straße gebracht. Vorreiter ist er bei der Elektrifizierung mittlerer und schwerer Sattelzugmaschinen im Bereich bis 44 Tonnen.

„In diesem Segment haben wir uns einen Vorsprung erarbeitet und können funktionierende Lösungen vorweisen. Letzteres gilt auch für kleinere Tonnagen. Dafür werden wir Fahrzeuge direkt auf dem AMZ-Stand in Halle 13 vorstellen“, erklärt André Beuchold.

Framo möchte Bekanntheit in Logistikbranche steigern

Das Unternehmen mit Sitz in Löbichau an der sächsisch-thüringischen Grenze erhofft sich eine Wiederholung des erfolgreichen Gemeinschaftsauftritts von 2016 und nutzt die 2018er IAA, um seine Bekanntheit in der europäischen Logistikbranche weiter zu steigern. Aktuell zählen neben Aldi Süd auch Schenker, Scherm und Schnellecke zu den Framo-Kunden. Vier Elektrofahrzeuge sollen auf der Messe insgesamt ausgestellt werden.

Kürzlich ist das junge Unternehmen Framo nach Löbichau in Thüringen umgezogen, um dort ab 2019 bis zu 250 Fahrzeuge pro Jahr bauen zu können. Die Produktionsfläche liegt bei 3.600 Quadratmetern und zusätzlch 1.000 Quadratmeter Büro. Dieses Jahr will Framo mit knapp 40 Mitarbeitern etwa 40 Fahrzeuge auf die Straße bringen. Ein ausführliches Interview mit dem Geschäftsführer gibt es hier bei Eurotransport.

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