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friedolaTECH: Von Heimtextilien bis CleanTech

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CleanTech-Unternehmen friedolaTECHCleanTech News / Geismar. Das thüringische Unternehmen friedolaTECH kann mit seiner Biographie als Paradebeispiel gelten wie Private Equity seine ganze Stärke zukunftsorientiert entfalten kann: Wenn Banken im Fall von Kapitalbedarf für Modernisierung, Markterschließung oder Expansion eher risikoscheu abwinken, wird es für spezialisierte Investoren erst richtig interessant. Wo Finanzinstitute vorrangig auf den Werterhalt abzielen, gehen Finanzinvestoren stärker ins Risiko mit einem klar kalkulierten Ziel: Wertwachstum.

Die Geschichte des Unternehmens friedola geht bis ins Jahr 1888 zurück und erzählt eine lange Tradition im Heimtextilien-Bereich. Im Jahr 2006 erkannte Christoph Holzapfel, Unternehmensberater und einer der Nachfahren der Gründerfamilie das Potenzial im technischen Werkstoffbereich. Durch einen Management Buy out entstand im Jahr 2006 die friedolaTECH GmbH, die sich vom Start an auf Systementwicklung und -herstellung hochwertiger und vielfältig einsetzbarer Hohlkammerplatten aus Kunststoff konzentrierte.

Aber bereits im Jahr 2009 stand das Unternehmen mit dem Rücken zur Wand. Der Hersteller mit eigenen Patenten für extrem haltbare, leichte, günstige und hundertprozentig recycelbare Kunststoff-Komponenten wurde durch die Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen. Der Automotive-Markt – einer seiner wichtigsten Abnehmer – war fast vollständig weggebrochen. Die Banken fielen als unterstützende Partner aus, feste Finanzierungszusagen wurden nicht eingehalten und Kreditlinien kurzfristig gekappt.

Jetzt ging es für Christoph Holzapfel darum, die Zukunft seines Unternehmens und Arbeitsplätze zu sichern. Er musste einen Partner zu finden, der über das notwendige Kapital verfügte und zugleich seine Vision für friedolaTECH teilte. Das Private Equity Unternehmen WHEB Partners aus München erkannte das Potenzial des Kunststoffverarbeiters als einen chancenreichen Kandidaten im stark wachsenden Markt für saubere Umwelttechnologien. Das zunehmende Interesse wurde mit einer eigens in Auftrag gegebenen Markt- und Branchenstudie untermauert. Im Mittelpunkt aber stand für beide Seiten das gegenseitige Kennenlernen des Managements.

In die gleiche Richtung rudern

Jörg Sperling WHEB PartnersWHEB-Partner Jörg Sperling und friedolaTECH-Manager durchlebten einen intensiven Prozess, in dem sie Zielperspektiven, Zukunftsszenarien und Gestaltungsmöglichkeiten abglichen und Stück für Stück zusammenführten. Jörg Sperling, Partner bei WHEB, drückt es heute so aus: „Wir klärten, ob man in die gleiche Richtung rudert“.

Um die Pläne für die Transaktion zu einem Erfolg zu führen, stellte WHEB Partners umgehend umfassende Ressourcen und Know how bereit. Private Equity arbeitet sehr pragmatisch, sehr schnell und zugleich sehr effizient, um ohne Zeitverluste ein gutes Ergebnis zu erreichen. Der heutige CEO Christoph Holzapfel verdoppelte mit dem neuen Partner seine Anteile an dem Unternehmen und gewann zugleich etwas sehr Wichtiges zurück: unternehmerische Handlungs- und Entscheidungsfreiheit, die ihm mit den bisherigen Finanzpartnern verloren gegangen war.

„WHEB Partners hat uns in die Lage versetzt, die Story von friedolaTECH zu steuern“, erinnert sich Christoph Holzapfel. Die neuen Investoren haben den Kahn nicht nur flott gemacht, sondern stehen dem Unternehmen und seinem Management auch heute jederzeit mit strategischer Unterstützung zur Seite.

„Gute Private Equity-Manager kommen aus der Industrie“, erklärt Jörg Sperling, Partner bei WHEB, „das heißt sie wissen wie die Branche tickt, wie ein Produkt auch auf spezialisierten Märkten zum Laufen gebracht wird und wie der nächste Expansionsschritt aussehen kann. Uns geht es um eine perspektivische Entwicklung, nicht nur um eine Finanzspritze.“

Das bedeutet neben den Marktanalysen auch Vertrauensaufbau – bei den Banken, den Mitarbeitern, den Zulieferern und Kunden. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens glaubwürdig vermitteln – wer kann das besser als jemand der bereit ist, selbst unternehmerische Verantwortung mit zu tragen.

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen

Nicht alle Private Equity-Beteiligungen nehmen so ein glückliches Ende und daher begegnet ihnen der Mittelstand auch noch mit großer Vorsicht. Zu wissen, mit wem man es tun hat, ist bei diesen Entscheidungen von elementarer Bedeutung. „Jeder Unternehmer, der selbständig und mit einem starken Partner den nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung machen will, sollte sich im Markt umhören und mit Portfolio-Unternehmen des Private Equity-Unternehmens intensiv austauschen – Transparenz ist hier wichtig und entscheidend für den Vertrauensaufbau“, so Sperling.

Für friedolaTECH hat sich die prekäre Situation innerhalb der vergangenen zwei Jahre gedreht: was damals als Rettungskapital notwendig war, hat sich inzwischen zum Wachstumskapital entwickelt. friedolaTECH ist heute ein erfolgreicher Spezialist im Cleantech-Markt mit einem breiten, innovationsgetriebenen Produkt-Portfolio und auf dem Sprung zum nächsten Kontinent. Die Nachfrage wächst branchenübergreifend und international rasch und zeigt, dass das Konzept von friedolaTECH in der „green industry“ Zukunft hat.

Ein Umsatzwachstum von 25 Prozent nicht nur in 2011 sondern auch im kommenden Jahr und die Verdopplung des EBITs sind realistische Szenarien. „Das war uns klar“, freut sich Jörg Sperling, „wir machen keine Spontankäufe, wir wissen, wenn wir es mit echter Unternehmens- und Unternehmerqualität zu tun haben.“ 2011 lag der Umsatz des CleanTech-Unternehmens bei 60 Millionen Euro. Seit Eintritt von WHEB hat sich der Umsatz damit verdoppelt.

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