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Gasphasen-Technologie von Bayer spart 60 Prozent Energie ein

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Die KfW IPEX-Bank finanziert den WandelCleantech & Effizienz-News / Leverkusen. Durch das von Bayer MaterialScience entwickelte Verfahren bei der Herstellung von Toluylendiisocyanat (TDI) lassen sich gegenüber einer herkömmlichen Anlage gleicher Größe bis zu 60 Prozent Energie einsparen. Verringert wird dadurch ebenso der CO2-Ausstoßes von umgerechnet rund 50.000 Tonnen pro Jahr. Außerdem werden bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel benötigt. TDI ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung eines besonderen Weichschaums. Dieser wird zum Beispiel in der Möbel- und Automobilindustrie zur Polsterung und als Dämmstoff eingesetzt.

Die geplante Bayer-Großanlage wird durch die KfW IPEX-Bank in Höhe der Investitionssumme mitfinanziert. Die Bank aus Frankfurt verantwortet innerhalb der KfW-Bankengruppe die Export- und Projektfinanzierung. Sie unterstützt das Bauvorhaben unter Einbindung von Mitteln des „KfW-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms“ mit einer langfristigen Kreditfinanzierung. Die Frankfurter Bankengruppe unterstützt den technologischen Wandel und treibt zukunftsweisende Ideen voran.

„So helfen Programme der KfW, innovative Vorhaben der deutschen Industrie auch im großtechnischen Maßstab zu realisieren“, erläutert Dr. Christian Staab, Senior Director der KfW IPEX-Bank. „Das betrifft Projekte mit besonderem Vorbildcharakter. Und in diesem Sinne zeigt auch die geplante TDI-Anlage von Bayer MaterialScience auf, wie neue technologische Verfahren energieeffizient genutzt und kombiniert werden können.“ Das Bundesumweltministerium BMU bestätigte hierbei die besondere Förderungswürdigkeit der geplanten Anlage unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz.

In Dormagen wurde die energiesparende und klimaschonende Gasphasen-Technologie in den vergangenen sechs Jahren bereits eingesetzt und für den Einsatz im groß-industriellen Maßstab weiterentwickelt. Die intensiven Vorbereitungsarbeiten auf dem TDI-Baufeld laufen seit Mitte März. Im Februar 2012 hatte die Bezirksregierung Köln die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn der Anlage erteilt. Im zweiten Halbjahr 2012 wird der endgültige Genehmigungsbescheid erwartet. Nach derzeitiger Planung soll die neue TDI-Anlage des Bayer-Konzerns im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden.

Hintergrund: Mit einem Umsatz von 10,8 Milliarden Euro im Jahr 2011 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2011 rund 14.800 Mitarbeiter.

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