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Gegen Glatteis: Mit Geothermie, Brücken beheizen

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Berkenthin in Schleswig-HolsteinGeothermie News / Berkenthin. Vereiste Straßen und Brücken führen zu gefärlichen Rutschpartien und Unfällen, vereiste Weichen zu stundenlanger Verspätung oder massiven Zugausfällen: Der Winter steht vor der Tür – und die intelligente Geothermie-Nutzung wird auf immer mehr Bereiche übertragen und getestet. Vor einigen Monaten berichteten wir über die Weichenheizungen von TripleS (siehe Link). Jetzt hat das Land Schleswig-Holstein, die erste beheizbare Brücke in Berkenthin im Rahmen eines Pilotprojektes in Betrieb genommen.

Die neue Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal wird über eine Geothermie-Anlage beheizt. Mit diesem Pilot-Projekt gehen Schleswig-Holstein und der Bund neue Wege bei der Vermeidung von Glatteisunfällen. Aufgrund der besonderen klimatischen Situation in Berkenthin seien in den frühen Morgen- und Abendstunden zahlreiche Frost-Tau-Wechsel zu verzeichnen. Insbesondere bei der exponierten Lage der Kanalbrücke sei vermehrt mit Glatteis zu rechnen.

Daher beuge die Beheizung der Fahrbahn durch das rund elf Grad warme Wasser aus 80 Metern Bodentiefe beugt der Glatteisbildung vor und trage dazu bei, effektiv Unfälle zu verhindern, heißt es in einer Pressemitteilung des zuständigen Landesministeriums.

Billig ist das Bauprojekts, das der Bund trägt, allerdings nicht: Die Geothermie-Anlage kostet rund eine Mio. Euro. Insgesamt wurden rund 9 Mio. Euro investiert. In einem zunächst zweijährigen Monitoring wird die Anlage von dem planenden Ingenieurbüro und der ausführenden Fachfirma betreut und optimiert. Eine wissenschaftliche Begleitung soll weiteren Erkenntnisgewinn zum tatsächlichen Nutzen der Fahrbahnerwärmung bringen.

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