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Geothermiekonferenz: Debatte über Potenziale der Tiefengeothermie

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Welche Rolle kann die tiefe Geothermie bzw. die Tiefengeothermie für die Energieversorgung in Deutschland spielen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 7. Internationale Geothermiekonferenz vom 10. bis 12. Mai 2011 in Freiburg. Konkreter geht es um die Fragestellungen, welche technischen, finanziellen und politischen Hürden zu nehmen sind, um das unbestreitbar große Potenzial der Geothermie in Deutschland auszuschöpfen.

Stromerzeugung Geothermie bis 2020Dass die technischen Voraussetzungen gegeben sind, um in Deutschland mittels tiefer Geothermie Strom und Wärme zu erzeugen, belegen die rund zwanzig hierzulande betriebenen Geothermieanlagen. In der vom Umweltbundesamt herausgegebenen Studie „Energieziel 2050: 100% Erneuerbare Energien“ wird das bis 2050 realisierbare Potential der tiefen Geothermie in der Stromerzeugung auf knapp zehn Prozent des Strombedarfs geschätzt. Das Potenzial im Bereich Wärme wird von der BMU-Leitstudie 2010 auf gut 15% der hierzulande benötigten Wärmemenge taxiert.

Auch EnBW erkennt Potenziale der Tiefengeothermie

Und auch Konzerne wie EnBW setzen auf Geothermie, wie Prof. Dr. Wolfram Münch, der Leiter Forschung und Innovation der EnBW Energie Baden Württemberg AG betont:

„Der Ausbau erneuerbarer Energien spielt für uns eine zentrale Rolle. Die tiefe Geothermie kann als grundlastfähige Energieform einen wichtigen Beitrag für den zukünftigen Energiemix leisten. Mit der Beteiligung an verschiedenen Geothermie-Projekten im Oberrheingraben sammeln wir seit einigen Jahren wichtige Erfahrungen, die uns helfen, diese Technologie weiter zu entwickeln. Das Ziel ist, wirtschaftlich Geothermiestrom in Deutschland erzeugen zu können.“

Geothermiekonferenz: Tagesprogramm im Kurzüberblick

Die Schwerpunkte des ersten Konferenztages sind die Umsetzung von EGS-Projekten, die Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojekte, Potenziale in der Pumpentechnologie sowie Projektberichte aus Frankreich und Deutschland.

Am zweiten Tag wird in verschiedenen Foren unter anderem über die Gefährdungspotenziale und Herausforderungen seismischer Ereignisse, die Kostenreduktion und Effizienzsteigerung für Geothermieprojekte, Erfolgsfaktoren bei der Projektentwicklung sowie über Anforderungen an die Finanzierung von Geothermieprojekten diskutiert.

Am dritten Tag werden Exkursionen zu Geothermieprojekten im Oberrheingraben angeboten. Insgesamt werden über 200 internationale Fachbesucher erwartet.

Das komplette Programm sowie eine Online-Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.geothermiekonferenz.de.

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