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Mehr elektrische Zweiräder: GOVECS kauft ELMOTO

Mit dem Zukauft plant GOVECS auch neue Elektroroller-Modelle unter der Marke ELMOTO / Team des Stuttgarter Unternehmens bleibt an Bord

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Die Zweiräder, genauer: Leichtkrafträder, des Stuttgarter Cleantech-Unternehmens ELMOTO sind seit vielen Jahren in einer kleinen Zielgruppe ausgesprochen beliebt. Den großen Durchbruch schaffte das Unternehmen aber nie. Jetzt gibt es neue Hoffnung, dass zumindest die Marke ausgebaut wird. Die GOVECS Group gab gestern die Übernahme der gesamten Vermögenswerte der Marke ELMOTO von der ID-Bike GmbH bekannt.

GOVECS ist ein führender Anbieter von Elektrorollern, der europaweit agiert. Das Unternehmen hatte auch die e-Schwalbe übernommen. Mit dem Zukauf von ELMOTO ergänzt und erweitert das Cleantech-Unternehmen sein Angeboten an e-Scootern nun weiter konsequent. Der Endkundenmarkt wächst stark und braucht Anbieter, die mit diesem Wachstum auch durch hohen Kapitaleinsatz Schritt halten können.

ID-Bike wurde 2009 gegründet und verkaufte seitdem mehr als 4.000 elektrische Zweiräder. Um diese Beliebtheit zu nutzen, will das Unternehmen im ersten Quartal 2019 das neue ELMOTO-Modell HR4 in den Markt einführen. Dabei soll es sich um eine Weiterentwicklung der aktuellen HR2-Variante handeln. Positiv am Rande: GOVECS übernimmt alle Mitarbeit am Standort Stuttgart. Derzeit ist nur die Facebook-Seite von ELMOTO erreichbar, nicht die Webseite.

Sharing-Elektroroller von GOVECS für emmy, Lieferando und Co.

GOVECS möchte damit vor allem sein Endkundengeschäft ausbauen, das bislang vor allem von der e-Schwalbe geprägt ist. Diesem Leichtkraftrad hat GOVECS übrigens gerade einen Extra-Schub verliehen: Erst vor einer Woche kündigte das Unternehmen eine Schwalbe mit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit und 90 Kilometern Reichweite an. Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in unter vier Sekunden…

Im B2B-Segment fokussiert sich das Unternehmen auf das wachsende Geschäft  mit großen europäischen Sharing-Anbietern für Elektroroller, wie Cityscoot, Cooltra oder emmy, sowie andererseits auf den Verkauf und die Vermietung von E-Scootern an Essenslieferdienste, wie Domino’s Pizza, Lieferando und foodora.

Die GOVECS-Roller werden über die eigene Handelsplattform HappyScooter vertrieben. Künftig plant das Unternehmen neben dem bestehenden Flagship-Store in Berlin weitere Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland und den Metropolen Europas zu eröffnen.

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% S Kommentare
  1. Steffen sagt

    „…Den großen Durchbruch schaffte das Unternehmen aber nie….“ – Ob das jetzt anders wird? Der relevante BigPlayer ist Govecs jetzt auch nicht gerade.

    1. tiger46 sagt

      Woher haben sie ihre Recherche? Nach meinen ist Govec auf Platz 4, bei den verkauften Elektrorollern mit ca. 900 Stück. 650 wurden 2017 an Sharing Anbieter verkauft. Nur Niu, UNU & Torrot konnten mehr Roller in D verkaufen.

      Meine Recherchen hier:
      https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?f=1&t=5751&hilit=marktanalyse#p87580

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