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GPM verleiht Preis für innovatives Energieprojekt auf hoher See

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Ein großes Frachtschiff könnte täglich den Öl-Jahresbedarf von bis zu fünf Einfamilienhäusern sparen, wenn es die Windenergie nutzen würde. Zudem würde es dann am Tag dreißig Tonnen weniger Kohlendioxid in die Luft über den Ozeanen pusten. Zu schön um wahr zu sein? Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement  verlieh ihren Innovationspreis in diesem Jahr an Stephan Wrage, Gründer und Geschäftsführer der SkySails GmbH (Hamburg). SkySails entwickelte einen automatischen High-Tech Drachen, mit dem eben diese Vision zur Realität werden kann.

CleanTech & News/ Berlin, Hamburg. Stephan Wrage, Gründer und Geschäftsführer der SkySails GmbH (Hamburg), setzt auf innovative Drachen für Frachtschiffe, die am Bug befestigt das Schiff ziehen. In einem Projekt hat Wrage mit seinem Team automatische High-Tech-Drachen entwickelt. Mit einer Spannweite ähnlich der eines Airbus A321 nutzen diese Zugdrachen die energiereichen Luftströme in 100 bis 500 Metern Höhe. Für dieses Innovationsprojekt wurde er von der GPM mit dem „Roland Gutsch Project Management Award 2012“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt der Fachverband Personen, die Projekte von gesellschaftlicher Bedeutung durchgeführt und deutschem Projektmanagement Weltgeltung verschafft haben. Die Jury lobte Wrages Projekt als mutiges Projekt, das die weltweite Führungsrolle Deutschlands bei Höhen-Windenergie und Zugdrachen festige.

Zugdrachen als Chance

Der Preisträger Stephan Wrage sieht in seinen bislang in der Schifffahrt verwendeten Zugdrachen eine große Chance für die zukünftige Stromerzeugung aus Windenergie. „Höhenwind“ sei das Stichwort. Denn: Forschungen zeigen, dass der Energieertrag von Wind in Höhen zwischen 200 und 1.000 Meter um ein Vielfaches ergiebiger ist, als in Bodennähe. Zugdrachen seien, so Wrage, physikalisch gesehen die leistungsfähigste Form der Windkraftnutzung. So bewegt sich der Drache dynamisch in Form einer Acht. Im Vergleich mit einem konventionellen Segel kann er so bis zu 25 Mal mehr Vortriebskraft erzeugen. Die Schifffahrt setzt die ersten Drachen dieser Art bereits seit einiger Zeit ein und spart auf diese Weise bei gutem Wind täglich mehrere tausend Dollar Treibstoffkosten.

Jury und Bundespolitiker würdigen das Projekt

Der Awardjury gehören neben Projektmanagement-Experten auch frühere Preisträger sowie Persönlichkeiten aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben an. Der Preis wurde am 16. Januar 2013 auf einem Parlamentarischen Abend der GPM in Berlin vergeben, bei dem Bundespolitiker von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zugegen waren. Rüdiger Kruse, Bundestagsabgeordneter aus Hamburg, würdigte den guten Grundgedanken, der dem Projekt zugrunde liegt. Solche Technologien seien spannend – und eine wichtige Bereicherung für die Energiewende. Dr. Valerie Wilms, Bundestagsabgeordnete Bündnis90/Die Grünen, hob ebenfalls den Klimaschutz hervor und lobte den Mut von Stephan Wrage.

Im vergangenen Jahr gewann Mirko Hannemann mit seinem Team der DBM Energy GmbH die Auszeichnung für die Entwicklung der KOLIBRI-Batterie und den Nachweis ihrer Tauglichkeit. Um diesen zu erbringen hatte er eine Langstreckenfahrt mit einem PKW durchgeführt. Sein damit aufgestellter Weltrekord  am 26. Oktober 2012 hatte für viel Aufregung gesorgt. Cleanthinking.de berichtete.

1 Kommentar
  1. Sun Wu sagt

    könnte…was könnte nicht alles passieren. Tun wir also einfach so, als ob die Beluga Skysails, die Theseus und die Michael A sowie die Maartje Theadora tatsächlich von 2700Ps starken Kitedrachen angetrieben würden, und nicht auf hoher See verschollen sind.
    Tun wir einfach mal so, als ob, weil es ja so gut funktioniert, mittlerweile auch die Aghia Marina von Cargill, wie medienwirksam für Anfang 2012 angekündigt, und dann immer wieder verschoben, mittlerweile von 2700 Wind-PS angetrieben wird.
    Tun wir einfach mal so, als ob es von dem Phänomen SKYSAILS Photos unabhängiger Photografen gäbe, und alle Absichtserklärungen aus dem Hause Skysails, im Volksmund nach nunmehr 12 Jahren auch ‚KÖNNTE‘ genannt, nicht immer wieder nur aus den Mündern der gleichen 5 Personen, namentlich: Stephan Wrage, Niels Stolberg, Andre Tonn, Thomas Meyer und Wessels, kommen.
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    Tun wir doch einfach so, als ob SKYSAILS auf See tatsächlich zum Markt- und Technologieführer für Windzusatzantriebe für Handelsschiffe aufgestiegen ist, damit Herr Wrage nun im Namen der Energiewende neue Investorengelder auftun kann, um damit Löcher bei Skysails Marine stopfen zu können.

    Tun wir doch einfach so, als ob Wrages SKYSAIL auf See tatsächlich schon Öl und Co2 eingspart hätte, und der sich Innovationsstandort Deutschland mit dem Drama um SKYSAILS und BELUGA nicht schon längst in die Championsleague der Bananenrepubliken katapultiert hätte.

    Die Energiewende Stephan Wrage und sein Märchen vom beständigen Höhenwind. Technologie made in Germany – wen interessiert es da schon, dass SKYSAILS Marine nur in Absichtserkärungen existiert, und es die Holländer sind, die einen ALLTAGSTAUGLICHEN Windzusatzantrieb zur Serienreife gebracht haben, der die Handelsschifffahrt revolutionieren wird.

    Wir hatten ja SKYSAILS, und BELUGA

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