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Sind 80 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 sogar weltweit möglich? Greenpeace stellt Energiekonzept vor

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Energy Revolution 2010Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht Chancen, den weltweiten Energiebedarf bis 2050 zu 80 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken zu können. Ein entsprechendes globales Energiekonzept hat Greenpeace heute in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert. Die weltweiten CO2-Emissionen könnten – wenn mit der Umstellung auf Erneuerbare Energien weitere Energiesparmaßnahmen einhergehen würden – um mehr als 80 Prozent reduziert werden.

Das globale Energiekonzept nennt Greenpeace „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergie-Ausblick“ (pdf-Dokument, 212 Seiten, Englisch, 9 MegaByte) und kann auf Anfrage an revolution (at) cleanthinking.de kostenlos bei der Redaktion von Cleanthinking.de angefordert werden. Der Betreff „Revolution – Bitte zusenden“ genügt.

Der Clou am Greenpeace-Konzept: Die Einsparungen bei Brennstoffimporten würden den Umbau komplett finanzieren.

Die Neuauflage der Studie „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick“ haben Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC) gemeinsam vorgestellt. Greenpeace fordert die Regierungen weltweit dazu auf, in den notwendigen Umbau der Energieversorgung zu Investitionen, anstatt in umweltschädliche und gefährliche Energiequellen wie Öl, Kohle oder Atomkraft.

„Unser Energiekonzept führt zu mehr Versorgungssicherheit. Es macht unabhängig von stark schwankenden Weltmarktpreisen für Öl, Gas und Kohle sowie deren umweltzerstörende Förderungen. Die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko ist eine Folge falscher Energiepolitik“, sagt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace International.

„In Menschen und Arbeitsplätze zu investieren statt in Brennstoffe, zahlt sich mehrfach aus: es schützt das Klima, spart Anpassungskosten und nutzt der Wirtschaft.“

Masterplan für den Energiebedarf der Welt

Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie liefert einen „Masterplan“ für den steigenden Energiebedarf der Welt, ohne den Klimaschutz zu gefährden. Sie berücksichtigt dabei das weltweite Wirtschaftswachstum auch in den Boomregionen China und Indien.

Sie bildet so einen ökologischen Gegenentwurf zum „World Energy Outlook“ der Internationalen Energieagentur (IEA)

Christine Lins, Geschäftsführerin von EREC: „Eine vollständige Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien ist keine Frage der Technik, sondern des politischen Willens. Auch in der Finanzkrise 2009 konnte der Windenergiemarkt um 41,5 Prozent zulegen.

Die Erneuerbare Energien-Branche ist bereit und in der Lage diesen ehrgeizigen Energie Revolutions-Plan umzusetzen und Millionen zusätzlicher  Arbeitsplätze zu schaffen. Wir brauchen nur ein klares politisches Signal und ernst gemeinte Klimaschutzziele.“

Weltweit 12 Millionen Arbeitsplätze bis 2030 möglich

Bis zu 95 Prozent der Stromversorgung könnten im Jahr 2050 aus regenerativen Energien stammen. Die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas würden bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken, aus denen die Mehrkosten für den Umbau der Stromversorgung finanziert werden könnten.

Die Erneuerbaren Energien würden bis 2050 ihren jährlichen Umsatz von derzeit 80 Milliarden auf über 480 Milliarden Euro steigern. Nutzten Regierungen und Unternehmen das enorme Wachstumspotential, könnte die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bis 2030 von heute rund 2 auf mehr als 8,5 Millionen ausgebaut werden. Eine Million davon in Deutschland. Im gesamten Energiesektor entstünden bis zu 12 Millionen Jobs.

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