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Hamburg, Frankfurt, Madrid und Co. möchten Treibhausgase bis 2050 um 80 Prozent reduzieren

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Euco2 InitiativeCleantech News / Europa. Europas Großstädte alleine erzeugen etwa 10 Prozent der weltweiten Treibhausgase, zusammen mit Metropolregionen sind Städte für 75 Prozent der Treibhausgase weltweit verantwortlich. Die von GE geförderte Klimainitiative EUCO2 80/50 will das ändern und hat sich das Ziel gesetzt, ausgehend von den Werten von 1990, Treibhausgase in den europäischen Metropolregionen um 30 Prozent bis 2030 und um 80 Prozent bis 2050 zu reduzieren. Dies soll dank des Ausbaus erneuerbarer Energien (25 Prozent Anteil an Gesamtreduktion), der Senkung von nicht-elektrischem Energieverbrauch in privaten Wohnungen und Häusern (25 Prozent), der Wende hin zur Elektromobilität (20 Prozent) und durch effizientere Gestaltung der Industrieproduktion (10 Prozent) geschehen.

Das Projekt besteht aus drei Phasen: In der ersten Phase, die 2007 startete, ermittelten alle Teilnehmer ihren aktuellen und bisherigen Emissionsausstoß und Energieverbrauch auf Basis der von der Universität Manchester entwickelten GRIP-Methodik (Greenhouse Gases Regional Inventory Protocol). In der zweiten, jetzt abgeschlossenen Phase wurden Szenarios entwickelt, um die Reduktionsziele zu erreichen. In der jetzt beginnenden dritten Phase sollen die gewonnen Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. An den Workshops von EUCO2 80/50 waren die wichtigsten Vertreter aus den teilnehmenden Städten beteiligt. Darunter Minister, Staatssekretäre, Regionalpolitiker, Vertreter von Industrie- und Handelskammern, sowie führende Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Städte der EUCO2 80/50-Initiative sind Brüssel, Frankfurt, Glasgow, Hamburg, Helsinki, Madrid, Neapel, Oslo, Paris, Porto, Rotterdam, Stockholm, Stuttgart und Turin. Sie vereinen insgesamt 48 Millionen Einwohner oder 10 Prozent der europäischen Bevölkerung auf sich. Während der 2. Projektphase erarbeiteten regionale Entscheider aus den 14 teilnehmenden Metropolregionen von Mai bis Dezember 2010 verschiedene Szenarien zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen in ihrer Region bis 2050. Dabei lag der höchste Wert bei 99 Prozent (Oslo) und der niedrigste Wert bei 45 Prozent (Porto) weniger CO2-Emissionen.

Insgesamt erreichten 35 Prozent der vorgelegten Reduktionsszenarien den vorgegebenen Zielwert von 80 Prozent. Die südeuropäischen Städte taten sich hier schwerer als die mittel- und nordeuropäischen Vertreter, da sie oft mit höheren Ausgangsemissionswerten kalkulierten. Die deutschen Städte Hamburg (86 Prozent), Stuttgart (82 Prozent) und Frankfurt (73 Prozent) belegten Ränge im vorderen Mittelfeld. Initiatoren des Projekts sind das europäische Städtenetzwerk METREX, die Universität Manchester und die Metropolregion Hamburg. GE ist seit der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen exklusiver Industriepartner. Neben der bisherigen finanziellen Unterstützung wird GE für die dritte Phase von EUCO2 Know-how, Technologien und Lösungen aus seiner Umweltinitiative ecomagination bereit stellen.

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