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Plattform zur Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe im Luftverkehr gegründet

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Logo des aireg e.V.Berlin. Führende deutsche Forschungseinrichtungen, Unternehmen aus der Luftfahrtbranche und Bioenergieproduzenten haben am Mittwoch in Berlin den Verein „Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany – aireg e.V.“ ins Leben gerufen. Der Verein sieht sich als Plattform zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet klimafreundlicher Flugkraftstoffe und ist in diesem Zusammenhang besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Initiative will den Einsatz regenerativer Energien im Luftverkehr in Deutschland fördern und eine fundierte Grundlage für die politische Entscheidungsfindung bei der Einführung klimafreundlicher Flugkraftstoffe schaffen.

Zu diesem Zweck haben sich in aireg e.V. 20 Unternehmen und Organisationen zusammengeschlossen, darunter Universitäten und Forschungsinstitute, Airlines, Flughäfen, Flugzeugbauer, Triebwerkshersteller, Logistikunternehmen, Kraftstoffproduzenten sowie die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt. Wer konkret dabei ist, lesen Sie im aireg-Hintergrundbeitrag.

Der Zusammenschluss von aireg e.V. ist getrieben von einer der drängendsten Herausforderungen für die zukünftige Luftfahrt: der Endlichkeit ihrer fossilen Energieressourcen, bei denen mit langfristiger Verknappung und Verteuerung zu rechnen ist. Aus diesem Grund hat sich die Branche verpflichtet, ab dem Jahr 2020 ein CO2-neutrales Wachstum zu erreichen und bis zum Jahr 2050 ihre Emissionen dieses Treibhausgases im Vergleich zum Jahr 2005 zu halbieren.[wp_campaign_1]

Weil Energieträger wie Wasserstoff oder Batterien für einen Einsatz in der Luftfahrt aber noch Jahrzehnte der Weiterentwicklung benötigen, liegt eine vielversprechende Übergangslösung in „Drop-in“-fähigen Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, welche gleiche oder bessere Eigenschaften als fossiles Jet-A1 Kerosin aufweisen und nahtlos in der bestehenden, globalen Luftfahrzeugflotte und der zugehörigen Bodeninfrastruktur einsetzbar sein werden.

Diese Treibstoffe stehen bislang jedoch nur in sehr geringen Mengen zur Verfügung, so dass die nachhaltige Industrialisierung der Produktion eine wesentliche Aufgabe für Industrie und Forschung ist. Dabei muss stets gewährleistet sein, dass die Produktion von Biokraftstoffen auf pflanzlicher Basis nicht in Konkurrenz zur Herstellung von Nahrungsmitteln steht und die Nachhaltigkeitskriterien („Renewable Energy Directive“ des Europäischen Parlaments und Rates) eingehalten werden.

Derzeit ist beispielsweise das Potential der Jatropha-Nuss sowie von Mikroalgen Gegenstand der Forschung. Energiepflanzen dieser Art bieten das Potenzial, Flächennutzungskonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden.

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