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Altmaier zu Besuch: Heliatek sucht 60 Mio. Euro Venture Capital zur Kapazitätserweiterung

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Bundesumweltminister Peter Altmaier besuchte vergangene Woche gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Heliatek GmbH in Dresden. Heliateks innovative Produkte werden die Energiewende mit grundlegenden, neuartigen Technologien unterstützen. Cleantech-Unternehmen Heliatek benötigt in seiner nächsten Finanzierungsrunde 60 Millionen Euro Venture Capital, um die nächsten Schritte einleiten zu können. Da kommt die Aufmerksamkeit durch den Ministerbesuch gerade recht. Die Testproduktion läuft planmäßig.

Altmaier und Tillich sorgen sich um die Zukunft der HeliatekCleantech, Solar News / 21.8.2012. Heliatek produziert Energieerzeugungskomponenten bestehend aus flexiblen Solar-folien auf der Basis von organischen Halbleitermaterialien. Erst im März hatte das Unternehmen in Gegenwart des Ministerpräsidenten seine erste Produktionsanlage in Dresden eingeweiht. Die Inbetriebnahme der innovativen Fertigungstechnik ist mittlerweile erfolgt. Derzeit läuft auf den Anlagen planmäßig die Testproduktion. Die Politik der Deutschen Bundesregierung unterstützt die Forschung und Entwicklung von umweltfreundlichen Energietechnologien bereits umfassend.

Die beiden Politiker wurden von den Geschäftsführern des Unternehmens, Thibaud Le Séguillon, CEO der Heliatek GmbH, und Dr. Martin Pfeiffer, Mitgründer und CTO der Heliatek GmbH, durch die Produktion geführt. Bei der Inbetriebnahme und beim Probebetrieb der Fertigung liegt Heliatek im Zeitplan. Das Unternehmen konnte seinen Gästen bereits fertige Solarfolien präsentieren. „Unsere ersten Kunden und Partner sind Vorreiter ihrer Branche. Wir arbeiten sehr eng mit ihnen zusammen, um unsere solaren Komponenten als Energieerzeugungsstandards der Zukunft zu etablieren“, erläutert CEO Thibaud Le Séguillon und fährt fort: „Die Energiewende erfordert mehr als Atommeiler durch Wind- und Solarparks zu ersetzen. Heliateks Solarfolien können für die unterschiedlichsten Anwendungen zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Solare Energiegewinnung wird damit in Bereichen anwendbar sein, die mit traditioneller Photovoltaik bisher undenkbar waren.“

Aufgrund des ultra-leichten Gewichts, der möglichen Transparenz und der überragenden Leistungskraft können Heliatek-Kunden die Solarfolien z.B. in Baumaterialien, Autodächer oder Stadtmöblierung integrieren. Die ersten Solarfolien aus der Fertigungslinie werden für Projekte im Bereich Betonfassaden sowie für Pilotprojekte und Prototypenbau mit Heliateks Partnern verwendet.

Marktwachstum erfordert Investoren mit strategischem Fokus

„Unsere Fertigungsanlage steht bereit. Jetzt möchten wir weitere 60 Millionen Euro von bestehenden und neuen Investoren einwerben, um die Produktionskapazitäten signifikant zu erhöhen“, erläutert Le Séguillon den nächsten Schritt. „Wir betreiben hier die weltweit erste Fertigungslinie, in der organische Solarfolien im Rolle-zu-Rolle-Verfahren mittels Vakuumdeposition bei niedrigsten Temperaturen hergestellt werden. Unsere Produktionsfähigkeit ist ein wesentlicher Meilenstein und ermöglicht es uns, ab dem 3. Quartal 2012 unsere Energieerzeugungskomponenten für die Produktentwicklungen unserer Partner termingerecht zu liefern.“

„Unser Produktionsprozess ähnelt der Technologie, die heute schon bei der OLED Produktion zum Einsatz kommt – allerdings ergänzt durch die Rolle-zu-Rolle Komponente. Dies ist ein wichtiger Punkt um die Risiken für den Produktionshochlauf zu minimieren“, ergänzt Dr. Martin Pfeiffer, Mitgründer und CTO.

Altmaier: Heliatek ist „eindrucksvolles Beispiel“

Bundesumweltminister Peter Altmaier resümierte nach dem Rundgang, dass Heliatek ein eindrucksvolles Beispiel dafür sei, welche großen Entwicklungschancen im Bereich der Photovoltaik noch bestünden. Vielleicht könne Deutschland im reinen Kampf um das billigste Produkt mit vielen Ländern auf der Welt nicht konkurrieren, aber beim Wettkampf um die technologisch beste, modernste, und ökologisch sauberste Lösung sei Deutschland immer noch ganz vorne mit dabei. Ministerpräsident Tillich pflichtete ihm bei: Unternehmen wie Heliatek gehörten zu einer neuen Generation in der Solarbranche und seien Beweis dafür, dass der Freistaat im Bereich Technologieentwicklung zur deutschen Spitzengruppe gehöre.

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