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Heliatek verkündet hohen Wirkungsgrad mit organischer Tandemsolarzelle

Tandemsolarzelle als Solarzelle mit hohem Wirkungsgrad / Cleantech-Startup Heliatek mit Tandemsolarzelle auf dem Erfolgsweg

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Wenn Großunternehmen wie Robert Bosch und BASF sowie der Hightech-Gründerfonds und Wellington Partners in ein Startup investieren, muss es sich um eine hoch spannende Innovation mit Zukunftsperspektive handeln. In diesem Fall geht es um ein Cleantech-Startup aus Dresden namens Heliatek GmbH, über das man nicht viel mehr in Erfahrung bringen kann, als dass das Unternehmen sich mit organischer Photovoltaik und einer sogenannten Tandemsolarzelle beschäftigt.

Energie und Heliatek News / 20.6.2009. Doch, große Überraschung, in den letzten Tagen hat sich etwas auf der rudimentären Homepage der Heliatek GmbH getan: Etwas unscheinbar wird verkündet, dass die Heliatek GmbH einen „herausragenden Rekordwert für Solarzellen auf Grundlage von im Vakuum aufgedampften organischen Molekülen“ erzielt habe. Demnach beträgt der Wirkungsgrad 5,9 % auf einer aktiven Fläche von 2 Quadratzentimetern. Der bisherige, zeritfizierte Höchstwert lag bei 5,4 % und konnte damit um 10 Prozent verbessert werden. Die Tandemsolarzelle erreicht außerdem eine Leerlaufspannung von 1.6V und einen Füllfaktor von 65%.

Was ist eine Tandemsolarzelle?

Was bedeutet die Heliatek-Technologie eigentlich? Die neue Technologie ermöglicht die Produktion von leichten, wenn gefordert auch flexiblen, großflächigen Solarzellen, die kostengünstig und mit extrem geringem Material- und Energieaufwand hergestellt werden können. Die benötigten Schichtdicken liegen im Bereich von 100 Nanometer (1/10.000 mm) und für einen Quadratmeter Solarzellenfläche wird nur ca. ein Gramm organisches Halbleitermaterial benötigt. Für die Produktion können dabei Synergien mit der bereits gut etablierten Technologie für großflächige Abscheidungen von Displays aus organischen Leuchtdioden (OLED) auf Basis kleiner Moleküle genutzt werden.

Der Rekordwert wurde mit einer Tandemsolarzelle erzielt: Um das Licht verschiedener „Farben“, die im Sonnenlicht enthalten sind, optimal zu nutzen, werden darin zwei verschiedene organische Farbstoffe kombiniert: Um grünes und blaues Licht einzufangen (zu „absorbieren“) kommt ein von Heliatek in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm entwickeltes „Oligomer“ zum Einsatz, während rotes Licht von einem durch die BASF neu synthetisiertes Farbstoffpigment absorbiert wird.

Oligomere sind kurzkettige Polymere mit wohldefinierter Kettenlänge, die wegen ihres geringen Gewichts im Gegensatz zu Polymeren unzersetzt verdampfbar sind, so dass durch einen Aufdampfprozeß im Vakuum ultradünne Schichten abgeschieden werden können. Die Solarzelle beruht auf der von Heliatek-patentierten Tandemzellentechnologie. Hierbei werden die oben erwähnten farbigen Schichten, die das Licht einfangen, in ein Schichtsystem aus sogenannten „dotierten“ Schichten eingebettet.

Das Themen ist heißt: organischen Solarzellen gehört die Zukunft. Gut, dass Wellington Partners und Co. dies erkannt haben. Lassen wir uns überraschen, wann es die nächsten Schritte gibt!

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