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Hohenmölsen: Bremst der Stadtrat die Energiewende?

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Die Energiewende braucht Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten, die vorangehen und – ganz gleich in welchem Wirtschaftssektor sie beheimatet sind, auf regenerative Energien und die intelligente Versorgung mit Strom, Wärme und Energie für Mobilität sorgen. Doch oft, gerade im regionalen Interesse, regt sich dagegen Widerstand. Aufgezeigt werden kann dies am Beispiel der Mitteldeutschen Bitumenfabrik in Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt: Das Unternehmen will Kosten durch eine Biogasanlage, eine weitere Solaranlage sowie vier Windräder senken – doch im Stadtrat gibt es Gegenwind.

Hohenmölsen. Der Ort Hohenmölsen liegt im Burgenlandkreis im südlichen Sachsen-Anhalt. Man könnte das Städtchen „verschlafen“ nennen, ohne tief zu beleidigen. Die Region ist geprägt vom Braunkohleabbau – nicht weit entfernt war einmal Heuersdorf, das Dorf, das in den vergangenen Jahren durch die MIBRAG umgesiedelt wurde. Darunter liegt für das Unternehmen wertvolle Braunkohle.

Jetzt möchte sich ein anderes Unternehmen der Region mit erneuerbaren Energien wie Biogas und Solar beschäftigen: Das Mitteldeutsche Bitumenwerk ist größter Bitumenhersteller Europas. Deutscher Marktanteil: Zehn Prozent. Das Mitteldeutsche Bitumenwerk möchte nun zusätzlich vollsynthetische Wachse produzieren und den Standort stärken. Das berichtete die Mitteldeutsche Zeitung.

Widerstand gegen die Energiewende im Mitteldeutschen Bitumenwerk Hohenmölsen
Widerstand gegen die Energiewende im Mitteldeutschen Bitumenwerk

Im Rahmen der Produktionserweiterung soll das Chemieunternehmen energetisch unabhängig gemacht werden. Denn kostete eine Megawattstunde früher 60,56 Euro, so sind es heute 146,13 Euro. Daher errichtete das Unternehmen vor zwei Jahren eine erste Solaranlage. Jetzt sollen eine Biogasanlage von Biogas Osters & Voß GmbH und vier Windräder dazukommen, wenn es nach den Wünschen von Geschäftsführer Bernd Schneider geht. Das Unternehmen will zwölf Millionen Euro investieren, um seine eigene Energiewende umzusetzen.

Im Stadtrat regt sich nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung Widerstand – insbesondere gegen die Windräder, die das Mitteldeutsche Bitumenwerk errichten möchte. Wieso nur, lassen die Menschen der Region die Verschandelung der Landschaft durch die Braunkohle zu, leisten aber auch Widerstand, wenn auf regenerative Energien gesetzt werden soll? Die Zukunft wird zeigen, ob das Mitteldeutsche Bitumenwerk seine eigene Energiewende realisiert bekommt. CleanThinking.de wird weiterhin berichten.

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1 Kommentar
  1. Hen Schütz sagt

    Sehr geehrte Damen ubd Herren,
    leider vermisse ich immer wieder die Datums-Angaben in Ihren Meldungen. Gerade wenn man hin und her „blättert“ zwischen einzelnen Meldungen, ist es nicht unwichtig, diese nach ihren Erscheinungsdaten chronologisch einordnen zu können. Bitte machen Sie in Zukunft die Datums-Angaben bei jeder Veröffentlichung. (Vielleicht sind diese Angaben so versteckt, daß ich sie nicht finde. Dann klären Sie mich bitte auf.)
    Mit Dank im Voraus freue ich mich auf weitere Nachrichten von Ihnen.
    Hochachtungsvoll!
    Hen Schütz

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