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IAA Nutzfahrzeuge 2010: Ecocraft zeigt kabellose Akkuaufladung beim Ecocarrier

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Der Ecocraft Ecocarrier ES kann kabellos mit Strom versorgt werden. (Foto: Auto-Medienportal.Net)
Der Ecocraft Ecocarrier ES kann kabellos mit Strom versorgt werden. (Foto: Auto-Medienportal.Net)

Es ist nicht das erste, aber eines der ersten Elektrofahrzeuge, die via Induktion und somit kabellos aufgeladen werden können: Der Ecocarrier von Ecocraft kann jetzt auch – wie auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover präsentiert – kabellos aufgeladen werden. Das in Wunstdorf ansässige Unternehmen Ecocraft setzt dabei auf die Technik des im badischen Bruchsal beheimateten Unternehmens WBT Datensysteme. Das System besteht aus einer etwa eineinhalb Quadratmeter großen in den Boden eingelassenen Ladeplatte und einem Stromabnehmer am Fahrzeugboden – damit gehört der oft gar nicht so unkomplizierte Ladevorgang mittels Kabel der Vergangenheit an. Denn: Gerade auf Firmengeländen bieten sich die kabellosen Auflademöglichkeiten natürlich an und könnte der Elektromobilität insbesondere im urbanen Raum einen Schub verleihen – man denke nur an Einsatzgebiete an Ampeln oder an Bushaltestellen oder Taxi-Parkplätzen.

Die mit Starkstrom geladene Platte trägt eine rund 50 Meter lange Kupferspule in sich, die mit 16 oder 32 Ampere läuft und den über ihr abgestellten Wagen über ein Spannungsfeld mit Energie versorgt. Der Strom fließt nur, wenn ein Fahrzeug darüber steht. Sonst schaltet sich die Platte sofort ab. Fahrzeug und Ladestation kommunizieren per Transponder, der den Empfänger erkennt, seine Bonität prüft und die Ladekenndaten überträgt.

Zahlreiche Kommunalverwaltungen, Energieversorger, Flughäfen und Gewerbebetriebe nutzen inzwischen den 15 kW / 20 PS starken und 75 km/h schnellen Ecocarrier, dessen Fahrerkabine ein wenig an den Land Rover Defender erinnert. Das maximale Drehmoment liegt bei über 950 Newtonmetern. Allein das Volkswagenwerk orderte für den internen Werksverkehr 39 Stück, die beispielsweise bei der Werks-Post, in der Materialverwertung und der Werksfeuerwehr eingesetzt werden.

Die Basisversion des für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassenen Elektrolieferwagens wird bei VW Sarajevo gefertigt und von der Emder Dirks Group, einem weltweit tätigen Full-Service-Provider für Automotive Engineering sowie Produktions- und Distributionslogistik, in Hannover fertig montiert. Ecocraft Automotive verfügt zudem in Wunstorf über drei Fertigungshallen mit insgesamt 4.000 Quadratmetern Fläche und beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter, die sich vor allem um die Aufbauten kümmern.

Der Ecocarier wird als ES (Standard mit 370 kg Zuladung) und EL (Langversion mit 750 kg Zuladung) geliefert. Er bezieht seine Energie gegenwärtig aus Blei-Gel-Batterien. Die Reichweite liegt bei etwa 80 Kilometern. Die Aufladezeit beträgt acht bis zehn Stunden, etwa 800 bis 1200 Ladezyklen sind möglich. Noch in diesem Jahr wird das Unternehmen Lithiumionen-Batteriesätze anbieten, durch deren geringeres Gewicht die Nutzlast um rund 250 Kilogramm steigt. Die Ladezeit verringert sich dann auf drei bis fünf Stunden und die Zahl der Ladezyklen steigt auf 2000 bis 2500 Ladezyklen.

Der Absatzplan von Ecocraft Automotive geht für 2011 von 500 bis 700 Fahrzeugen aus. Die Ecocarrier werden über Vertriebspartner sowie von EcoCraft Automotive in Wunstorf direkt vertrieben. Die Nettopreise für den Ecocarrier beginnen bei rund 25 000 Euro.

(Quelle: auto-medienportal.net)

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