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Induktives Laden: Erstes Elektroauto mit Straßenzulassung

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Elektroauto per Induktion aufladen Projekt am Frankfurter FlughafenElektroauto News / Frankfurt a.M., Bruchsal. Die flächendeckende Möglichkeit zur induktiven Aufladung von Akkus könnte zahlreiche Probleme rund um die Infrastruktur von Elektroautos lösen. Allerdings gibt es bislang kaum funktionierende Elektroautos, die einerseits induktiv geladen werden können und andererseits eine gewöhnliche Straßenzulassung erhalten. Das könnte sich nun in größerem Rahmen ändern, denn die Experten von SEW-EURODRIVE aus Bruchsal, haben ein umgerüstetes Elektroauto in Betrieb genommen, das komfortabel per Induktion aufgeladen werden kann. Fahren wird es am Frankfurter Flughafen.

Kaum ein Ort eignet sich besser für den Einsatz von Elektrofahrzeugen als ein Flughafen: Die Fahrtstrecken sind gewöhnlich kurz, die Wartezeit bis zum nächsten Einsatz ausreichen und zumeist stehen Busse und kleinere Fahrzeuge auf vorgegebenen Parkzonen, die sie jeden Tag mehrfach anfahren. Diese Vorteile machen sich der Frankfurter Energieversorger Mainova, die Deutsche Lufthansa sowie SEW-Eurodrive jetzt zu Nutze. Denn die Unternehmen haben am Frankfurter Flughafen das erste induktiv aufladbare Elektroauto mit Straßenzulassung in Betrieb genommen.

Das Elektroauto ist ein auf diese Ladetechnologie umgerüstetes Modell des sächsischen Herstellers Citysax. Lufthansa Technik setzt insgesamt zwei Elektrofahrzeuge zur Erprobung der Elektromobiltät am Boden im regulären Wartungsbetrieb ein. Lufthansa Technik vergleicht hier direkt die steckergebundene mit der berührungslosen Ladetechnologie. Der Praxistest soll Aufschluss über die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge geben. Ziel ist es, den Treibstoffverbrauch auch beim Bodenverkehr zu optimieren. Derzeit prüft Lufthansa konzernweit den Einsatz von Elektromobilität, um die Abfertigung und Wartung von Flugzeugen möglichst ressourcenschonend zu gestalten.

Ziel: Detaillierte Messdaten

Ziel der Erprobung ist es, detaillierte Messdaten, wie beispielsweise durchschnittliche Fahrstrecken und Fahrzeiten, Standzeiten und Ladezyklen, Pannenstatistik oder das Verhalten bei zusätzlichem Strombedarf für Heizung und Laptop-Betrieb zu erfassen und auszuwerten. Sofern das Projekt für die Lufthansa Technik die erwartete Eignung der Elektromobilität für den Fuhrpark eines Flugzeugwartungsbetriebes bestätigt, soll dieser dann sukzessiv ausgetauscht werden.

Mit der Adaption auf die Elektromobilität lassen sich Elektrofahrzeuge komfortabel berührungslos laden. Die Energie kann dabei über einen Luftspalt von bis zu 20 cm auf das Fahrzeug übertragen werden. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems hält dabei dem Vergleich mit einer steckergebundenen Lösung Stand. Für die Mainova AG und die Stadt Frankfurt ist dieses integraler Bestandteil einer umweltfreundlichen Mobilitätsstrategie. Der Energieversorger ist damit Vorreiter in Sachen Ladetechnologie. Aktuell baut die Mainova AG in Frankfurt und dem Umland eine flächendeckende Stromtankstellen-Infrastruktur auf. Bis Ende 2011 sind rund 40 steckergebundene Mainova-Stromtankstellen geplant.

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1 Kommentar
  1. […] an zum Teil höchst prominenter Stelle aufzustellen, bietet das Unternehmen in Zusamenarbeit mit SEW-Eurodrive auch eine Version des Biketowers mit induktiver Lademöglichkeit an – eine clevere Kombination! […]

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