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Innogy und Voith bauen Megawatt-Gezeitenkraftwerk

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Voith Innogy GezeitenströmungsturbineGute Zeiten für die Gezeitenenergie: Voith Hydro und RWE Innogy werden eine Ein-Megawatt-Gezeitenströmungs-Turbine vor der schottischen Küste installieren. Das Ganze soll über das Gemeinschafts-Unternehmen Voith Hydro Ocean Current Technologies abgewickelt werden. Im kommenden Jahr 2011 soll die Gezeitenströmungs-Turbine am European Marine Energy Centre ihren zweijährigen Probebetrieb aufnehmen. Immerhin 1.800 Megawatt soll die Turbine jährlich ins Netz einspeisen. Wichtig ist es, nun zu überprüfen, ob die Technologie wirklich so robust und zuverlässig funktioniert, wie in den Modellen berechnet wurde. Herstellung und Installation der Gründungsstruktur zur Verankerung der Turbine verantwortet der Kooperationspartner BAUER Renewables Ltd., eine Tochter des Spezialtiefbau- und Maschinenbaukonzerns BAUER AG. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 11,8 Millionen britischen Pfund.

Unterstützt wird das Projekt von der britischen Regierung, die über den Marine Renewables Proving Fund des Carbon Trust 1,7 Millionen Pfund bereitstellt. Insgesamt werden mit der Überführung dieser Technologie in die Serienproduktion die Investitionskosten deutlich sinken. Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy: „Wir testen vor der schottischen Küste zum ersten Mal einen Prototyp im Bereich Meeresströmung im industriellen Maßstab. Die Erkenntnisse, die wir hier hinsichtlich Technik und Wirtschaftlichkeit erzielen, werden uns wichtige Hinweise für unser weiteres Wachstum in diesem Segment geben. Bei erfolgreichem Testbetrieb gehen wir davon aus, dass wir bis 2020 weitere Gezeitenströmungskraftwerke im Umfang von bis zu 100 Megawatt installierter Leistung vor allem vor den britischen Küsten ans Netz bringen können.“ Anders als in Deutschland sind die sehr gleichmäßigen und starken Unterwasserströmungen vor den Küsten des Vereinigten Königreichs in weiten Teilen ideal für Gezeitenströmungskraftwerke. Dr. Roland Münch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith Hydro Holding: „Voith Hydro ist vom Potenzial der Meeresströmungen als Energiequelle überzeugt. Mit RWE Innogy haben wir einen begeisterten Partner zur gemeinschaftlichen Entwicklung der Technologie gefunden, der uns erlaubt die Interessen unserer späteren Kunden bereits in der frühen Designphase zu berücksichtigen. Die Industrie braucht solche starken Partnerschaften, um die Herausforderungen dieser doch recht anspruchsvollen erneuerbaren Energiequelle erfolgreich zu lösen.“Die Energiegewinnung aus dem Meer ist eine sehr junge Technologie, über die es derzeit noch kaum gesicherte Erkenntnisse gibt. Gegenüber anderen Technologien im Bereich der Erneuerbaren hat sie aber einen entscheidenden Vorteil: Gezeitenströmungen werden durch die Bewegung von Erde, Mond und Sonne hervorgerufen und lassen sich daher auf Jahre im Voraus sehr genau vorhersagen („Grundlastfähigkeit“). Somit ist auch die eingespeiste Strommenge wesentlich besser prognostizierbar als die vieler anderer erneuerbarer Energieträger.  

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