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iQ Power CEO Sullivan im Interview: "Wir sind auf Erfolgskurs!"

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Starter-Batterien von iq Power Status COLD HEATDer Produzent von umweltschonenden Starter-Batterien, die in Zug in der Schweiz bzw. in Chemnitz in Sachsen ansässige iQ Power AG scheint die schweren Zeiten der Vergangenheit spätestens im Jahr 2011 endgültig hinter sich zu lassen. Vor einigen Tagen erst vermeldete das Unternehmen die Eröffnung des Werkes in Südkorea, das eines der modernsten Batteriewerke weltweit sein soll. An der Zeremonie Anfang November nahmen mehr als 300 geladene Gäste teil, darunter hochrangige Politiker und Beamte sowie Mitglieder des Verwaltungsrate der iQ Power AG. An der asiatischen Tochtergesellschaft ist mit dem Daewoo-Konzern ein globales Großunternehmen beteiligt.

Quasi zeitgleich mit der Eröffnung des Werkes (weitere Details siehe unten) veröffentlichte die iQ Power AG Umsatzzahlen für das dritte Quartal 2010. Demnach schaffte der Konzern einen Umsatzsprung auf 2,6 Millionen Euro – nach 1,6 Millionen in Q1 und nur 1,4 Millionen in Q2. Alleine im Oktober schaffte das Unternehmen einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro – dabei läuft der Ausbau der Produktionsstätten derzeit auf Hochtouren, während der Markteintritt in die USA und Asien erst begonnen hat. Dies alles zeigt, welches Potenzial in der kleinen Firma aus Zug bzw. Chemnitz steckt. Daher haben wir uns einmal mit dem Kopf hinter iQ Power, Charles Robert Sullivan unterhalten – und interessante Antworten bekommen.

Cleanthinking.de: Herr Sullivan, Ihr Unternehmen hat eine gerade eine Insolvenz hinter sich, der Aktienkurs ist ein Pennystock. Dennoch machen Sie positive Schlagzeilen: Wie geht es Ihrem Unternehmen?

iQ Power AG: Ich meine, dass wir auf Erfolgkurs sind. Sicherlich ist der Weg nicht ohne Rückschläge. Und vor allem: die Umsetzung des Erfolgplans dauert länger als erwartet und gewünscht. Die Nachfrage ist stark bei uns in Europa. Unsere Lizenznehmer in Asien und Amerika sind auch sehr zuversichtlich.

Cleanthinking.de Welche Bedeutung hatte für Sie der Gewinn des automechanika Innovation Award?

iQ Power AG: Die Auszeichnung hat die Nachfrage in Europa richtig angekurbelt. Wir sehen den Award einer unabhängigen Fachjury als eine Bestätigung des Werts der iQ Power Technologie und unserer Produktstrategie.

Cleanthinking.de: Was ist der Kern Ihrer Technologie, der USP Ihrer Starterbatterien?

iQ Power AG: Für die Starterbatterie ECO erzielen wir eine deutliche Leistungssteigerung mit kostengünstigen Kunststoffteilen. Dies ermöglicht uns Gewicht zu sparen ohne Leistungseinbuße. Das spart CO2 und Treibstoff. Unsere High-Tech Starterbatterie ist die einzige Batterie mit einem integrierten, von einem Mikroprozessor gesteuertes Heizungsmodul. Das hält die Batterie insbesondere in der kalten Jahreszeit auf voller Ladung.

Cleanthinking.de: Alle Welt spricht von Batterien zur Energiespeicherung im Rahmen von Elektromobilität – welche Zukunftsperspektiven haben Ihre Starterbatterien für herkömmliche PKW?

iQ Power AG: Es gibt sehr viel Hype über Lithium-Ion und batteriegetriebene Fahrzeuge. Die Realität sieht anders aus. Alle Prognosen zu Folge werden Autos mit Verbrennungsmotoren das dominante Transportmittel für die nächsten 25 bis 30 Jahre. Allerdings werden die herkömmlichen Fahrzeuge immer weniger Verbrauch pro Km haben und immer weniger CO2 und andere Schadstoffe erzeugen. Am Ende werden Fahrzeuge mit Elektroantrieb sowie Verbrennungsmotoren ihrem Platz im Gesamttransportsystem finden.

Hintergrund: Das iQ Power Werk in Südkorea

Nach dem Aufbau der Produktion im 4. Quartal dieses Jahres wird die anfängliche Fertigungskapazität des Werkes im 1. Quartal 2011 rund 370.000 Batterien umfassen. Im Laufe des Jahres 2011 ist dann die Ausweitung der Produktionskapazität auf 500.000 Einheiten monatlich vorgesehen. Voll ausgebaut sollen sogar 15 Millionen Einheiten pro Jahr produziert werden können – zumindest laut mittelfristiger Planung. Darüber hinaus ist die Installation einer eigenen Bleiplattenfertigung für das Jahr 2012 geplant.

Die für die jetzige Produktion der Batterien benötigten Bleiplatten werden durch das Zulieferwerk der KG Power Malaysia in Rawang beigesteuert. Das Werk hatte die Bleiplattenfertigung bereits vor einigen Wochen aufgenommen hat und wird im kommenden Jahr ebenfalls die Montage von Batterien mit iQ Power-Technologie aufnehmen. Dort werden in voller Ausbaustufe 300.000 Batterien gefertigt.

Hauptabnehmer der neuartigen Batterien ist das koreanische Handelshaus Daewoo International aus Seoul und zugleich 20-prozentiger Anteilseigner an der iQ Power Asia Inc. Mit einem Anteil von 32 Prozent ist die iQ Power AG an iQ Power Asia beteiligt. Daewoo International ist der führende unabhängige Exporteur von Automobilzubehörteilen in Südkorea und beschäftigt über 15.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern weltweit. Der Konzern hat eigens für die Vermarktung der neuartigen Batterien mit der von iQ Power entwickelten Technologie eine eigene Sparte gegründet.

Cleanthinking.de: Wie ist Ihre langfristige Vision für IQ Power und die Produkte?

iQ Power AG: Wir arbeiten stets an neuen Produkten. Die Baureihe für asiatische Fahrzeuge wird bis Januar vollendet. Im Frühjahr 2011 sollten wir die amerkanische Baureihe sowie die Lkw-Baureihe einführen. Außerdem haben wir ganz neue Batterietypen in der Entwicklung, die neue Maßstäbe setzen werden.

Cleanthinking.de: Kürzlich eröffneten Sie Ihr Werk in Südkorea – für welchen Markt produzieren Sie dort? Welche Stückzahlen?

iQ Power AG: Das Werk in Korea wird asiatischen Batteriegroßen für den Markt in Asien zuerst herstellen. Später werden alle Batterietypen dort hergestellt. Da die Nachfrage so groß ist, sind die Anlagen für eine deutliche Kapazitätserweiterung schon bestellt. Von einem Umsatz von über 100 Millionen Euro ist für den Zeitraum der 12 Monate im Anschluss an die Kapazitätserweiterung in Q2 2011 auszugehen.

Cleanthinking.de: Inwiefern ist die Kooperation mit der Smart Battery Inc. entscheidend für Ihren Markteintritt in die USA?

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iQ Power AG: Smart Battery erlaubt uns früher als geplant die Batterien im größten Markt der Welt einzuführen. SM hat schon die ersten Marketingaktivitäten begonnen. Zuerst werden wir Batterien nach USA von Europa exportiern. Nach Inbetriebnahme der Fertigung können sie die Batterien mit Made in USA vermarkten. Laut Angaben der Geschäftsführung in den USA wird Nordamerika wird ein sehr guter Markt, sogar besser als Europa.

Cleanthinking.de ist ein Cleantech Wirtschaftsmagazin – Ihre Produkte entsprechen durchaus umweltspezifischen Anforderungen. Würden Sie Ihr Unternehmen der Cleantech-Branche zurechnen?

iQ Power AG: Unsere ECO Batterie hat die gleiche Leistung mit weniger Gewicht. Dies spart Treibstoff und CO2. Außerdem wird die längere Lebensdauer der Batterie den langfristigen Bedarf an Rohstoff reduzieren.
Herr Sullivan – besten Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Wir wünschen Ihnen allen Erfolg für iQ Power – machen Sie die Welt ein bißchen umweltfreundlicher!

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  1. Fabian Schmidt sagt

    Vielen Dank für dieses Interview. Dies bestätigt nochmals, dass auch die Anteilseigner,wie ich, für Ihr Vertrauen mit signifikanten Kurssteigerungen der Aktie rechnen können!

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