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Ist Carbazol der Schlüssel zum Elektroauto mit Brennstoffzelle?

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Was die Autobild in ihrer Online-Ausgabe berichtet, könnte das Elektroauto endlich rentabel und sinnvoll machen. Denn: Ein Spezialist für thermische Verfahrenstechnik aus Erlangen, Prof. Wolfgang Arlt, hat eine Methode entwickelt, um in der Flüssigkeit Carbazol große Mengen Wasserstoff chemisch zu speichern und den Wasserstoff später wieder zurückzugewinnen. Die Autobild spricht dabei von „elektrischem Benzin“. Carbazol kommt im Steinkohlenteer und Erdöl vor und kann – so erklärt es wikipedia – thermisch oder photochemisch durch oxidativen Ringschluss aus Diphenylamin synthetisiert werden.

Ist Carbazol der Schlüssel zum Elektroauto mit Brennstoffzelle?

Das Ganze könnte so funktionieren:

  • Im Carbazol wird Wasserstoff chemisch gespeichert
  • Im Auto wird mit dem Wasserstoff die Brennstoffzelle zur Stromerzeugung betrieben
  • Zurück in den Tank fließt das entladene, energiearme Carbazol
  • An der Tankstelle wird das entladene Carbazol wieder gegen aufgeladenes ausgetauscht
  • Wiederaufbereitung des Carabozols könnte dezentral direkt an Orten erfolgen, an denen Strom erzeugt wird. Denn: Carabzol lässt sich ungefährlich und ohne Verluste über weite Strecken in Pipelines transporieren und in Tanks lagern.

Damit könnte dank des elektrischen Benzins Carbazol ein echter Kreislauf entstehen, wie Prof. Arlt in der Autobild betont:

„Carbazol ist als energietragende Substanz deswegen so gut, weil es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt. Die Atmosphäre wird nicht belastet, anders als bei der Nutzung fossiler Brennstoffe.“

Schenkt man der Autobild Glauben, ist bereits auch das Bundesverkehrsministerium begeistert vom Ansatz aus Erlangen. Im nächsten Schritt solle ein Forschungsantrag des Erlanger Instituts für Verfahrenstechnik über 400.000 Euro genehmigt werden.

BMW, MAN, Daimler und Siemens interessiert?

Und: Angeblich sind bereits Unternehmen wie BMW, MAN, Daimler und Siemens dabei, sich mit Carbazol im Auto zu befassen. Professor Arlt sieht zwar noch eine Entwicklungszeit von acht bis zehn Jahren – aber dieser Zeitrahmen ist auch nötig, um genügend Elektroautos auf die Straßen zu bringen.

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