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Kanzlerkandidat Steinmeier besucht Unternehmen der Solar Millenium Gruppe

H2 Herten profitiert vom Besuch des SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier bei einem Unternehmen der Solar Millenium Gruppe

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Am heutigen Dienstag hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ein hoch interessantes Cleantech-Unternehmen bzw. eine Forschungseinrichtung in Herten (NRW) besucht. Zum Auftakt einer viertägigen Sommerreise war Steinmeier auf dem ehemaligen Steinkohle-Gelände in Herten, auf dem die H2Herten GmbH (Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum) – zugehörig zur Solar Millenium Gruppe – eine Demonstrationsanlage namens „Blauer Turm“ errichtet. In der 42 Meter hohen Anlage soll Straßenbegleitgrün aus dem Ruhrgebiet zur Wasserstoff- und Stromproduktion verwertet werden.

Im März erfolgte die Grundsteinlegung für das 24,6 Millionen Euro teure Vorhaben. Nach Fertigstellung wird die Anlage Wasserstoff produzieren und zugleich rund 12.000 Haushalte, etwa ein Drittel der Hertener Haushalte, mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Ziel ist, den Nachweis der Marktreife der Technologie zu erbringen, um sie im Anschluss weltweit zu vermarkten.

Im Blauen Turm wird ein sauberes, wasserstoffreiches Produktgas – das sogenannte „Blaue Gas“ – hergestellt, das zur Stromerzeugung in einem Blockheizkraftwerk genutzt wird. Zusätzlich kann die Anlage in der ersten Ausbaustufe bis zu 150 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produzieren, der dem benachbarten Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum H2Herten bereitgestellt werden soll.

Cleantech Arbeitsplätze entstehen

Die Anlage wird rund 17,8 Millionen Kubikmeter Erdgas und rund 15.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen. Im Blauen Turm werden rund zehn Mitarbeiter beschäftigt sein. Rund 40 weitere Arbeitsplätze entstehen mittelbar im Service- und Zuliefergewerbe. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit 7,1 Millionen Euro.

Die Solar Millennium AG engagiert sich mit über 17 Millionen Euro am Standort Herten. Thomas Mayer, Finanzvorstand von Solar Millennium, sieht große Chancen in der Kopplung solarthermischer Stromerzeugung mit der Technologie des Blauen Turms: „Ein entscheidender Vorteil solarthermischer Kraftwerke gegenüber anderen erneuerbaren Energien ist die Möglichkeit, durch den Einsatz thermischer Speicher auch dann Strom zu produzieren, wenn die Sonne nicht scheint, jedoch ein hoher Strombedarf vorhanden ist. Durch die Kombination von Solarenergie mit dem im Blauen Turm erzeugten Gas im Hybridbetrieb können wir diesen Vorteil zukünftig noch stärker ausbauen.

Zuletzt hatte Steinmeier angekündigt, bei einem Wahlsieg bis 2020 4 Millionen neuer Arbeitsplätze u.a. im Cleantech-Sektor schaffen zu wollen. In seinem „Deutschland-Plan“ ist auch eine Komponente enthalten, die junge Unternehmen gezielt mit Venture Capital finanzieren soll. Mit dem Besuch bei der H2Herten GmbH zeigt der Kanzlerkandidat, dass er es Ernst meint – hoffen wir im Sinne der Cleantech Industrie, dass er die Chance bekommt, den Worten Taten folgen zu lassen.

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