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Kleinwindanlagen: enbreeze installiert erste Pilotanlage

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Der Markt für dezentrale Energieversorgung weist mit etwa 30 Prozent pro Jahr ein beachtliches Wachstum auf. Getrieben wird diese Entwicklung im wesentlichen von der Energiewende. Im internationalen Kontext fällt besonders Japan mit einer Einspeisevergütung von umgerechnet etwa 48 Cent pro Kilowattstunde auf. Die enbreeze GmbH – als Pionier im Bereich Kleinwindanlagen für windschwache Standorte – geht davon aus, dass weitere Länder diesem Modell folgen werden. Umso spannender ist es für das Kölner Unternehmen mit einer neu installierten Pilotanlage umfangreiche Tests zur Optimierung der Anlagen durchführen zu können.

CleanTech & Windenergie News / Köln. enbreeze hat im Dezember 2012 die erste Pilotanlage der neuen Generation an Kleinwindanlagen auf dem Dach eines Parkhauses am BioCampus Cologne (Köln-Bocklemünd) installiert. Mit einer Leistung von 1,5kW – bei einer Nennwindgeschwindigkeit von 7 Meter pro Sekunde und 5 Metern Durchmesser – stellt die Anlage für das Kölner Unternehmen einen wichtigen Schritt hin zur ersten Kleinserienfertigung dar. Erste Tests verliefen laut Unternehmensangaben vielversprechend. Sie deuten auf die von enbreeze erwarteten Leistungswerte (Energieertrag je nach Windgeschwindigkeit bis zu 4.000 Kilowattstunden pro Jahr) hin. Die umfangreiche Tests sollen in die Optimierung hin zur ersten verkaufsfähigen Kleinserie einfließen. Diese ist für das zweite Quartal dieses Jahres geplant. 

Hintergrund und Zukunftspläne

Durch mehrjährige Forschung und Entwicklung, hat enbreeze eine Anlagentechnologie entwickelt, um Kleinwindanlagen erstmals auf windschwache Standorte zu optimieren. Bis zu 5-fach geringere Anlagenkosten, eine nach Unternehmsangaben überlegene aerodynamische Performance und eine einfache Installation sowie ein geräuschfreier Betrieb sind Alleinstellungsmerkmale der Anlagentechnologie.

Und für die Zukunft? Die nächste Anlagengeneration sei in der Entwicklung. Dabei legt enbreeze den Fokus auf eine Leistungsoptimierung, eine noch einfachere und kosteneffiziente Konstruktion und Designfragen. Es sind weitere Pilotprojekte geplant. Zudem soll zunächst die Kleinserie, bis Ende 2013 eine Serienproduktion und schließlich zu Beginn des nächsten Jahres ein industrieller Roll-Out starten. Erste Interessenten gäbe es bereits, darunter zwei Kommunen und Städte, diverse Stadtwerke und ein Medienunternehmen mit Sitz in München.

% S Kommentare
  1. Sehr geehrter Herr Hundrup,
    die Geräuschentwicklung ist, wie sie richtig sagen, hauptsächlich von der Anströmgeschwindigkeit (und somit der Blattspitzengeschwindigkeit) abhängig. Die Geräuschentwicklung potenziert sich bei Verdopplung der Anströmgeschwindigkeit. enbreeze erreicht die Nennleistung bereits bei einer Windgeschwindigkeit von 7 m/s. Die Anströmgeschwindigkeit wird so, im Vergleich zu anderen Anlagen, welche Ihre Nennleistung oft erst bei doppelter Windgeschwindigkeit erreichen, erheblich minimiert. Des weitern wurde das aerodynamische Profil dahingehend optimiert. Ab erreichen der Nennleistung greift das innovative Pitch-Control-System, welches die Belastungen und die Geräuschemissionen niedrig hält. Durch diese Maßnahmen konnte die Geräuschentwicklung unter eine Wahrnehmbarkeitsgrenze und vor allem unter die geforderten gesetzlichen Vorgaben reduziert werden.
    Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung

    Mit freundlichen Grüßen
    Jan Dabrowski

  2. Michael Hundrup sagt

    Geräuschfreier Betrieb ist doch physikalisch bei konventionellen Horizontalläufern gar nicht möglich. Der Tip-Speed-Index ist stets zu hoch, d.h. es wird Schergeräusche geben. Wo ist die Innovation?

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