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Lichtzelle für IoT-Sensoren: Epishine treibt Industrialisierung voran

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Schwedisches Cleantech-Unternehmen strebt mit neuem CEO Massenproduktion flexibler, organischer Solarzellen an.

Das schwedische Cleantech-Startup Epishine macht jetzt einen bedeutsamen Schritt in Richtung Industrialisierung einer eigenen flexiblen, organischen Solarzelle oder Lichtzelle, die elektrische Energie aus künstlichem Licht erzeugen können. Mit Anna Björklou gewannen die Schweden eine erfahrene Industrieexpertin als CEO – mit dem Anspruch, zu einem wichtigen Player im Markt für sogenannte Energy Harvesting-Sensoren und -Produkte zu werden.

Das Internet der Dinge erfordert eine Vielzahl von Sensoren, die oft sehr klein sind. Jedes dieser Objekte mit klassischen Batterien auszustatten, wäre gerade in Zeiten der Klimakrise keine gute Idee. Daher wird seit Jahren daran geforscht, wie zum Beispiel Temperaturschwankungen oder Licht genutzt werden kann, damit sich die Schalter, Sensoren, Produkte selbst mit Energie versorgen können.

Epishine hat eine organische Solarzelle entwickelt, die genau diesem Anspruch gerecht werden könnte. Über einen ersten Testlauf hatte Cleanthinking im März 2019 berichtet. Nun soll die vielleicht besser als Lichtzelle bezeichnete Lösung auf den Weltmarkt gebracht werden.

Die Epishine-Zelle ist so optimiert, dass angeschlossene Sensoren nur mit dem Licht von Niedrigenergielampen mit Strom versorgt werden können.

Die zentrale Herausforderung für Epishine, das Cleantech-Unternehmen wird finanziell von Beijer Ventures und Almi Invest unterstützt, besteht nun darin, die Produktion zu industrialisieren. Matthias Josephson, der das Unternehmen aus der Forschung zum Scaleup entwickelt hat, hat sich mit Anna Björklou nun eine industrieerfahrene Managerin an seine Seite geholt.

Während ihres gesamten Berufslebens war Anna Björklou in globalen Industrieunternehmen tätig, zuletzt als CEO von Swisslog-Accalon AB. Sie verfügt über breite Kompetenz und langjährige Erfahrung in den Bereichen Entwicklung, Industrialisierung, Fertigung und operative Führung.

Anne Björklou CEO Cleantech-Startup Epishine im Labor
Übernimmt als CEO die Industrialisierung der Lichtzelle: Anna Björklund

„Es ist sehr motivierend, sich an der Hochskalierung einer Innovation mit einem so großen Potenzial für Umwelt- und Klimavorteile zu beteiligen“, beschreibt Björklou ihre Motivation, sich dem innovativen Team anzuschließen.

Organische Photovoltaik vor dem Durchbruch

Organische Photovoltaik gilt seit langem als Schlüsseltechnologie für die Versorgung von Geräten und Gebäuden. Während sich das Dresdener Cleantech-Unternehmen Heliatek beispielsweise um die Integration großflächiger Solarfolien in Fassaden, Planen, Stahl oder Glas konzentriert, bietet Epishine die Möglichkeit, Batterien in Geräten zu ersetzen, die typischerweise in Räumen mit Lichteinfall genutzt werden.

Das Potenzial ist gigantisch, weil die Geräte oft nicht viel Energie benötigen. 2019 ist Epishine u.a. der Enocean-Alliance beigetreten, ein Zusammenschluss von Unternehmen, die Energy Harvesting-Sensoren etablieren möchten.

Mittlerweile ist die Industrie, die entsprechende Produkte herstellt, ausgesprochen aufgeschlossen gegenüber diesen Technologien – eine gewaltige Chance für kleine Unternehmen wie Epishine, ihre Lichtzellen massenhaft zu verkaufen.

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