Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Mit Luftabscheidung gegen die Klimakrise: Fast 600 Millionen Euro für Climeworks

1

Einen Tag nach dem IPCC-Bericht, der zum dringlichen Handeln aufrief, gibt Climeworks eine gravierende Finanzierungsrunde bekannt.

Das Schweizer Cleantech-Unternehmen Climeworks, das auf Island Kohlendioxid aus der Luft filtert und unterirdisch dauerhaft speichert, hat in einer der größten Finanzierungsrunden eines europäischen Unternehmens, fast 600 Millionen Euro frisches Kapital eingeworben. Daran beteiligten sich einige der renommiertesten und größten institutionellen Technologie- und Infrastruktur-Investoren. Die Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre – etwa durch die Technologie zur direkten Luftabscheidung (Direct Air Capture) von Climeworks – ist unerlässlich, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Die Wissenschaft hat gestern eindringlich deutlich gemacht, dass der Menschheit keine Zeit mehr bleibt, „schlafwandlerisch“ zu sein. Der Paukenschlag aus Zürich zeigt: Es gibt Unternehmer und Investoren, die verstanden haben, dass das Zeitfenster zur Erreichung des Klimaziels sich schließt. Der Weltklimarat macht unmissverständlich klar, dass die Beseitigung von Kohlendioxid in großem Maßstab gebraucht wird, um historische und verbleibende CO2-Emissionen zu beseitigen und bis 2050 Netto-Null-Emissionen und schließlich Netto-Negativ-Emissionen zu erreichen.

Das Who-is-who der Investorenszene hat sich an der Kapitalrunde in Höhe von fast 600 Millionen Euro an Climeworks beteiligt:

  • Partners Group
  • GIC
  • Baillie Gifford
  • Carbon Removal Parters
  • Global Founders Capital
  • John Doerr
  • M&G
  • Swiss Re
  • BigPoint Holding AG

Mit dem frischen Kapital im Rücken will Climeworks, das Cleantech-Unternehmen wurde 2009 von den beiden Deutschen Christoph Gebald und Jan Wurzbacher gegründet, in die nächste Wachstumsphase starten. Bedeutet: Die Direkte Luftabscheidung soll auf eine Kapazität von „mehreren Millionen Tonnen“ skaliert werden. Mit neuen Großanlagen soll sich Kohlenstoffabscheidung zu einem Billionen-Dollar-Markt entwickeln. Es entsteht eine Art eigene Industrie.

Wir haben Climeworks mit der Vision gegründet, der Welt eine Technologie zur Luftabscheidung zur Verfügung zu stellen, die das Potenzial hat, den Klimawandel umzukehren. Die Beschleunigung des Ausbaus von Kohlenstoffabbaukapazitäten wird eine entscheidende Rolle bei den globalen Bemühungen spielen, die Erderwärmung unter 1,5°C zu halten, was sich positiv auf das Leben von Milliarden von Menschen auswirken wird. Und genau damit werden wir jetzt beginnen.

Jan Wurzbacher, Co-Gründer von Climeworks

Mit seiner bislang größten Anlage zur Luftabscheidung, namens Orca, auf Island, versteinert Climeworks 4.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Mehr zu Orca gibt es hier. Aber die Vision und Pläne gehen weit darüber hinaus. Kontinuierlich arbeiten die beiden deutschen Gründer daran, aus einer einstigen Labortechnologie eine Lösung im ganz, ganz großen Maßstab zu machen. Die Vision und Weitsicht, mit der Gebald und Wurzbacher Climeworks aufbauen, ist eine wahrlich beeindruckende unternehmerische Leistung.

1 Kommentar
  1. Klaus sagt

    👍🏼👍🏼👍🏼
    Grosses Lob an die beiden Herren und ihre Mitstreiter.

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.