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Lumenaza bringt Strom-Community für Mieter in Karlsruher Quartieren

Cleantech-Startup Lumenaza ermöglicht Stadtwerken Karlsruhe aus Mieterstrom-Projekten nun Quartierstrom-Projekte zu machen / KWK- und PV-Strom wird im Quartier verteilt

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Mieterstrom ist spätestens seit der Verabschiedung des Mieterstromgesetzes ein relativ bekannter Begriff. Jetzt gehen das Cleantech-Startup Lumenaza und einige Stadtwerke einen Schritt weiter: Mit der Strom-Community wird erstmals der Strom nicht nur im Haus mit PV-Anlage verteilt, sondern innerhalb eines Quartiers. Das ist für die Energiewende von größter Bedeutung, weil damit starke Gebäude, die viel Energie etwa durch die Photovoltaikanlage produzieren können, schwache Gebäude, die etwa denkmalgeschützt sind, direkt mitversorgen können. Und das nicht nur rein bilanziell, sondern real.

Energiewende News / 3.1.2018. Zum Jahreswechsel ist in Karlsruhe ein wertvolles Projekt umgesetzt worden. Das Cleantech-Startup Lumenaza, die Stadtwerke Karlsruhe und die Badische Energie Servicegesellschaft haben eine Strom-Community gestartet. Das bedeutet: Mehrere Gebäude eines Quartiers erzeugen erneuerbare elektrische Energie und beliefern damit nicht nur die eigenen Mieter, sondern auch die anderen Mieter aus dem Quartier, die Teil der Strom-Community sind.

Die Innovation besteht darin, dass sich die Akteure untereinander vernetzen und gemeinsam eine bestehende Infrastruktur nutzen. Das entlastet die lokalen Stromnetze. Aus Konsumenten und Produzenten werden Prosumenten – im größeren Stil. Die Karlsruher Stadtwerke betreiben schon seit mehr als zwei Jahren Mieterstromprojekte und gehen mit der Technologie von Lumenaza den nächsten Schritt in Richtung Quartiers- und ArealStrom-Community. Im neuen Projekt kommen KWK-  und Photovoltaik-Anlagen zum Einsatz, deren erzeugte erneuerbare Energie entsprechend verteilt wird.

Lumenaza macht aus Nachbarn Community-Member

Lumenaza stellt in dem Projekt die Software-Plattform bereit, auf der sich die Akteure vernetzen. Das Cleantech-Unternehmen ist damit der Softwareanbieter für die neue,  dezentrale Energiewelt. Das Unternehmen ist in der Lage, erneuerbare Kraftwerke zu steuern, Strom von großen und kleinen Erzeugungsanlagen einzubeziehen, Bilanzkreise zu verwalten sowie in Echtzeit Energiemanagement-Daten für alle Marktteilnehmer zugänglich zu machen.

Gemeinsam mit der BES entwickeln die Stadtwerke Karlsruhe und Lumenaza für die Endkunden individualisierte Angebote, die der zunehmenden Digitalisierung und Individualisierung Rechnung tragen. Mehr Informationen zum Geschäftsmodell des Cleantech-Unternehmens gibt es im Ecosummit-Video aus London im vergangenen Jahr:

Lesen Sie auch unser Special zum Thema Stromspeicher über Technologie und Anwendung, aber auch Rendite und Kosten von Stromspeichern.

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